Wo die wilden Kerle wohnen
 

Wo die wilden Kerle wohnen ist kein trauriger Film!

Manchmal geht man ja mit einer gewissen Grundhaltung an so einen Film. Und im Vorfeld (als Wo die wilden Kerle wohnen im Kino war) habe ich viel davon gehört, dass der Film zutiefst traurig sein soll. Und von Spike Jonze und irgendwie anders. Mhh. Also ersteres habe ich nicht so empfunden. Das der Film von Spike Jonze und irgendwie anders war, stimmt.

Worum geht es in Wo die wilden Kerle wohnen? Da ist dieser kleine Junge, Max, der viele unkontrollierbare Gefühlswelten in sich vereint. Er ist ein Entdecker – nur leider fühlt er sich in dieser Rolle von seinem Umfeld allein gelassen. Nach einem Streit mit seiner gutmütigen, aber überforderten Mutter flüchtet er in eine Traumwelt – auf eine Insel mit monströs wirkenden, im Grunde aber kindlichen Kreaturen, die den wilden Jungen als König akzeptieren. Einige Tage lebt und tollt Max mit den neuen Freunden, bis es auch hier zu Enttäuschungen und Streit kommt. Doch Max weiß, dass jemand auf ihn wartet, der ihn immer lieben wird. Bedingungslos.

Auch wenn der Film inhaltlich natürlich keine Komödie ist, habe ich doch Gefallen an der unterschwellig schmunzeligen Inszenierung gefunden. Super Szenenbild, natürlich tolle Charaktere und auch die Monsterkostüme machen was her. Ich würde gerne mal mit dem Hauptdarstellermonster knuddeln. Und dann Kloppen spielen. So richtig wild sein. Ich denke der Film hat seinen Zweck erfüllt. Auf wundersam schöne Art und Weise möchte man wieder Kind sein. Und auch nicht.

In diesem Zusammenhang sei auch noch das wirklich liebevoll umgesetzte Cover / Bild-Bildmaterial erwähnt. Schönes Gesamtpaket.

 
259 Wörter von David, 666 Tage alt