In diesem werden drei höchst unterschiedliche Individuen zusammengeführt, um dann die Reaktionen bei einem möglichen Zusammenleben zu beobachten. Denn als Doug Riley (James Gandolfini) aufgrund einer Tagung nach New Orleans fährt, flüchtet er auch gleichzeitig ein Stück weit vor seiner Vergangenheit. Die Geheimratsecken und Leidensmine des gelernten Klempners sind stets deutlich sichtbar, sein Bauch wiegt mindestens so schwer wie die seelische Last, die er täglich mit sich trägt. Seine damals 15-jährige Tochter verstarb bei einem Autounfall und seitdem scheint die Ehe, das Glück – sein gesamtes Leben wie eingefroren. Nachdem seine Geliebte Vivian (Eisa Davis) plötzlich auch tot ist, hält Doug nichts mehr in der freudlosen Isolation des Hauses. Als er in New Orleans auf die Stripperin und Gelegenheitsprostituierte Mallory (Kristen Stewart) trifft, sieht er es als seine Aufgabe an ihr Leben etwas zu verbessern und zieht kurzerhand bei ihr ein. Der Neuanfang ist komplett als Lois Riley (Melissa Leo) ihre Angst überwindet, das Haus zum ersten Mal nach Jahren verlässt und ihrem Mann nachfährt. Mit einem Mal prallen Welten aufeinander, denn Doug möchte nicht mit Mallory schlafen, sondern lediglich für sie sorgen, so wie es auch Lois nach einigen Anlaufschwierigkeiten möchte. Und Mallory, die möchte einfach weiter frei ihr Leben leben. Doch wie vermag man solch scheinbar verfahrene Charaktere friedlich zusammenbringen?
Dem Sohn des Regisseurs Ridley Scott (Thelma & Louise, Der Mann, der niemals lebte) gelang mit Willkommen bei den Rileys ein überzeugendes Familiendrama, was im Besonderen durch die Auswahl der Schauspieler brillieren kann. Oscargewinnerin Melissa Leo (The Fighter), Jungtalent Kristen Stewart (Twilight – Biss zum Morgengrauen) und Die Sopranos-Liebling James Gandolfini beleben die unaufgeregte Story mit ihrem Fingerspitzengefühl für die kleinen, aber besonderen Momente. Melissa Leo als angsterfüllte Lois Riley ermöglicht beispielsweise humoristische Einlagen durch ihre Unwissenheit am Steuer und die gleichzeitigen Panikattacken, weshalb sie das Auto ihres Mannes fast zu Schrott fährt. Das dabei bei den Zuschauern weder große Lacher, noch nicht enden wollende Tränenergüsse hervorgerufen werden, macht gar nichts. Denn die kleine Indie-Produktion nimmt mit auf eine hoffnungsfrohe Fahrt. Obwohl drei zutiefst problembehaftete Personen vorgestellt werden, schimmert auch immer noch ein Fünkchen Zuversicht mit. Schlussendlich geben aber alle drei einander die ersehnte Liebe und können sich aus ihrem Emotionsschlamassel mit eigener Kraft herausziehen. Dennoch zeigt Jake Scott, trotz des heile Welt vermittelnden Titels, keine träumerische Märchengeschichte und leider gibt es außer dem Trailer keine weiteren Extras auf der DVD zu begutachten, die ein bisschen etwas zu den Hintergründen der Story erzählen könnten. In jedem Falle wünscht man den drei Protagonisten viel Glück auf ihrer Reise. Es war schön das mit anzuschauen, diesen kleinen Ausschnitt zu beobachten. Aber bitte, macht es gut!