Wie ausgewechselt

Veröffentlichung  16. Februar 2012    Regie  David Dobkin    Darsteller  Jason Bateman  Ryan Reynolds  Leslie Mann  Olivia Wilde
Foto: Universal Pictures Germany
 IMDb-Wertung
Foto: Universal Pictures Germany

Auf der Suche nach einer erheiternden Komödie bieten sich vermehrt Filme an, in denen die Körper von höchst unterschiedlichen Protagonisten getauscht werden. Man weiß wie sie anfangen, weiß was zwischendrin passiert und weiß vor allem wie sie enden. Wie ausgewechselt bedient sich der bekannten Formel und kombiniert ein körperbetontes Schauspiel mit einem tollen Cast. Regisseur David Dobkin (hat mit Die Hochzeits-Crasher und Die Gebrüder Weihnachtsmann schon erfolgreich gezeigt, dass er Buddy-Komödien inszenieren kann) setzt voll auf das Drehbuch von den Hangover-Autoren Jon Lucas und Scott Moore.

Mitch (Ryan Reynolds, Buried – Lebend begraben) und Dave (Jason Bateman, Juno) sind seit jeher beste Freunde. Doch das Leben hat sie in verschiedene Bahnen geleitet, wodurch sie sich allmählich voneinander entfernen. Während sich der eine als Anwalt bis zur anstehenden Kanzlei-Partnerschaft empor gearbeitet hat, versauert der andere als erfolgloser Schauspieler in Soft-Pornos. Und während Dave das perfekte Familienglück in Form von Ehefrau Jamie (Leslie Mann, So spielt das Leben) und drei Kindern gefunden hat, flirtet sich der kindliche Mitch ohne Verantwortung stressfrei durch die Woche. Der Neid auf das vermeintliche Glück des anderen treibt beide dazu sich beim Urinieren in einen Zauberbrunnen den Rollentausch zu wünschen. Gesagt, getan. Am nächsten Morgen wachen die Männer im Körper des anderen auf. Obwohl es zunächst völlig unvorstellbar ist, wird der Körpertausch von ihnen als eine Chance angenommen sich einmal so richtig im Leben des besten Freundes auszutoben.

Wie ausgewechselt ist eine klassische Body-Switch-Comedy, die auf die Gegensätze ihrer Hauptdarsteller setzt und einige tolle Gags bereit hält. Es ist großartig anzusehen, wie die beiden Jungs mit ihren individuellen Macken den fremden Körper beleben. So zum Beispiel ein Ryan Reynolds, der die Arme nach dem Körpertausch als Anwalt Dave in die Hüften stemmt und Jason Bateman nachäfft. Man kann von einem spaßigen Dreh ausgehen. Dennoch offenbaren sich auch genretypische Schwächen sogenannter R-Rated-Comedies (Jugendlichen wird Einlass nur in Begleitung der Eltern gewährt). Indem Wie ausgewechselt versucht mit dreckigen Witzen, Schimpfworten, Nacktheit und sexuellen Anspielungen zu punkten, zieht sich der Film ausgetretene Latschen an. Die subtilen Momente, die nicht auf einen lauten Lacher abzielen, werden so zur willkommenen Abwechslung und schaffen es trotzdem zu erheitern – etwa der etwas unbeholfene Umgang von Mitch mit Daves Kindern. Für Leslie Mann ist es nach dem 2009er-Film 17 Again bereits die zweite Rolle als Ehefrau eines Mannes, der den Körper wechselt. In Wie ausgewechselt überzeugt die fast 40-Jährige als sexy Hausfrau, die einfach nur geliebt werden möchte und sich nach normalen Gesprächen sehnt. Ihr Part bleibt den gesamten Film über äußerst glaubwürdig und verleiht der Kömodie eine ernsthafte Note. Der zweite weibliche Charakter wird von Olivia Wilde verkörpert, die als taffe Anwaltsgehilfin nach dem Job auch mal die Sau rauslassen will. Ihre Darbietung ist ohne Höhenflüge als solide zu bezeichnen. Insgesamt empfiehlt sich der Film für einen lustigen Filmabend (auch für Eltern).

Statt des üblichen Trailers, den ihr hier finden könnt, binden wir dieses Mal ein lustiges Promovideo mit ein, in dem euch die Hauptdarsteller Ryan Reynolds und Jason Bateman verraten warum ihr Wie ausgewechselt schauen solltet. Wir wünschen viel Spaß mit dem Clip!