Transformers 5: The Last Knight

Veröffentlichung  22. Juni 2017    Regie  Michael Bay    Darsteller  Mark Wahlberg  Laura Haddock  Anthony Hopkins  Isabela Moner
Foto: Paramount Pictures Germany
 IMDb-Wertung
Foto: Paramount Pictures Germany

Achtung, die Roboter sind wieder los!

In dem fünften Teil der Transformers-Reihe muss sich die Frage gestellt werden: Sind die monströsen Autobots nun die Freunde und Beschützer der Menschheit – oder letztlich doch ihr größter Feind?

Schon so oft kämpfte der sprechende Autobot-Anführer Optimus Prime Seite an Seite mit den Menschen. Immer wieder verteidigten er und seine Roboter-Kumpels die Erde vor jeglicher Art außerirdischen Angreifern. Aber dieses Mal ist es anders. Während für Cade Yaeger (Mark Wahlberg) und seine Familie eitel Sonnenschein herrscht, muss Optimus Prime dem schlimmsten Grauen entgegenblicken. Denn seine Heimat Cybertron wurde komplett zerstört. Nun gibt es allein eine Chance den Planet erneut aufzubauen – und zwar mit einem Artefakt aus den Zeiten von König Artus (Liam Garrigan). Doch sollte Optimus Prime dieses in seine gut geölten Roboterfinger bekommen, wird damit auch die Erde dem Niedergang geweiht sein. Schließlich kann nur Cybertron oder die Erde überleben. So kämpft der Autobot-Boss mit einem Mal einzig für seine Rasse und die Menschen müssen sehen, wie sie diesen technischen Riesen aufhalten.

Sind Wiederholungen gut oder schlecht?

Willkommen im Kino-Sommer – oder sollte man lieber Sommerloch dazu sagen? In den warmen Monaten reiht sich ein Blockbuster an den anderen, die allesamt nach Schema F funktionieren. Und dass dabei auch ein neuer Transformers-Teil von US-Regisseur Michael Bay nicht fehlen darf, liegt auf der Hand. Bay hat seine ideale Mischung gefunden, die die Kinokassen zum Klingeln bringt. Wir erleben Wahnsinnsexplosionen, gewaltige Stunts und Zerstörungen von Gebäuden und Wohngebieten, die routiniert gut inszeniert sind. Dazu gesellen sich knackigkurze Dialoge und eine simple Storyline, der man auch dann noch locker folgen kann, wenn man schnell zum Sonneauftanken den Kinosaal verlassen hat. Oben drauf lässt Michael Bay immer wieder viele junge Schauspielerinnen ins Rampenlicht treten, um die neueste Strandkollektion der Saison zu präsentieren – denn anders kann man das kaum nennen. Der fünfte Transformers ist kompletter Einheitsbrei und nicht gerade interessiert daran starke Frauencharaktere zu etablieren. Das ist zum einen schade, zum anderen aber auch sehr ärgerlich.

Hätte es noch Potential gegeben?

Ob es so viele Fortsetzungen zu einer Geschichte braucht, bei der sich coole Fahrzeuge in virtuose Riesenroboter mit humanen Zügen verwandeln, sei dahingestellt. Bisher konnte Michael Bay gut von den Einnahmen seiner Transformers-Filme leben. Aber gerade deshalb wäre ein innovativer Ansatz, der Mut zu etwas Neuem erfreulich gewesen. Bay scheint sich stets auf alten Lorbeeren auszuruhen. Er übertreibt allein bei den Farben, den Nahaufnahmen auf nackte Frauenbeinen, dem dröhnenden Sound und den billigen Sprüchen. Darüber kann auch sein kleiner Ausflug ins Mittelalter sowie in englische Grafschaften (auch mit dabei: Anthony Hopkins) nicht hinwegtäuschen. Hier übernehmen Klischees die Plätze von echter Tiefe und Sinn. Ein neuer Regisseur – oder noch besser – eine Regisseurin hätte Transformers 5: The Last Knight gut zu Gesicht gestanden. Denn sich bekriegende Bots haben schon einen gewissen Charme – wenn man sich dazu noch eine logische Geschichte überlegt hätte, wäre das Potential tatsächlich noch gegeben.

Irgendwie kennen wir das doch schon alles! Für Teil 5 ist Michael Bay kein Stück von seinem Erfolgsrezept abgewichen. Und so wirkt Transformers 5: The Last Knight wie ein Zusammenschnitt aller früheren Filme, nur diesmal mit ein bisschen mehr Mittelalter-Action. Schnarch. Lieber Michael Bay, suche dir doch bitte mal wieder ein richtig ambitioniertes Projekt, danke!

Hier findest du auch unsere Reviews zu Transformers 4: Ära des Untergangs und Transformers 3.

 

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Rubrik  Kino    Autor      Datum  22. Juni 2017    Worte  548
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