Transformers 3

Veröffentlichung  03. November 2011    Regie  Michael Bay    Darsteller  Shia LaBeouf  Rosie Huntington-Whiteley  Frances McDormand
Foto: Paramount Pictures Germany
 IMDb-Wertung
Foto: Paramount Pictures Germany

Das Finale der Transformers-Trilogie von Michael Bay erkämpft sich den vierten Platz im ewigen Olymp der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Mit bisherigen Einnahmen in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar muss sich das Action-Spektakel nur Avatar, Titanic und dem letzten Harry Potter Film geschlagen geben. Die Fans der Autobots freuen sich nun auf die DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung am 03. November, wenn ihnen endlich auch im Heimkino die Metallsplitter in die vor Glück ganz nassen Augen fliegen.

Um die 2007 begonnene Invasion der intelligenten Roboter vom Planeten Cybertron gebührend zu verabschieden, konnte nur das 3D-Kamerasystem die in Übergröße stattfindenden Schlachten festhalten. Dazu musste Regisseur Bay jedoch erst von seinem Freund James Cameron, der derzeit die neuen Welten seiner beiden Avatar-Fortsetzungen kreiiert, überzeugt werden.

Es ist nur ein weiteres Werkzeug, das Spaß macht und Spaß bringen soll, das in der Entwicklung von Emotionen und Charakteren Hilfestellung leistet und ein echtes Erlebnis kreiert.

So nahm Bay den Rat von Cameron an, fühlte sich schließlich in die wunderbare 3D-Technik ein wie in Musik. Weniger glücklich scheint Shia LaBeouf zu sein, der den Welt rettenden Sam Witwicky verkörpert, da seine Nase für ihn in 3D umso größer erscheint. Doch sollte dies das kleinste Problem der Überführung der Story auf das Dreidimensionale sein. Bay erklärt:

Wenn man 3D zu schnell schwenkt, bekommt man im Bild ein Lichtflackern. Bei diesem Film also musste ich mehr auf weite Einstellungen setzen und das Tempo drosseln, gerade auch in der Schnittfrequenz. Bei einem Schwenk wird es eine Person in der Einstellung geben, die das Dreidimensionale wirklich zur Geltung bringt. Man schwenkt also fast zweidimensional und dann geht es in die Dreidimensionale zurück.

Viel wurde sich auch über den dankbaren Austausch der Zicke Megan Fox gegen den britischen „Victoria’s Secret” Engel Rosie Huntington-Whiteley der Mund wässrig geredet. Obwohl die 24-jährige in Transformers 3 – The Dark Moon ihr Kino-Debüt feiert, stöckelt sie („Michael Bay ruined my feet!”) sich souverän durch den zweieinhalb stündigen Weltuntergang. Sie ist die neue Frau an Sams Seite, nachdem er von der Vorherigen so übel abserviert wurde. Generell scheint Sam gerade nicht auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Ohne viel Geld in der Tasche und dem Gefühl nichts mehr wert zu sein, geht er auf Jobsuche und wird letztlich unter Bruze Brazos (John Malkovich) angestellt, um sich dort als Mädchen für alles zu beweisen. Des Weiteren ist sein treuer Begleiter Bumblebee auf geheimer Mission weit weg, weshalb sich Sam einen für den Schrott reifen fahrbaren Untersatz zulegen muss. Als wäre dies nicht Demütigung genug, holt er damit auch Carly von der Arbeit ab, wo er ihrem Chef, dem Autoliebhaber Dylan Gould (Patrick Dempsey) vorgestellt wird. Durch den charmanten Alleskönner fühlt sich Sam äußerst eingeschüchtert. Doch dies wird alles schnell nebensächlich als herausgefunden wird, dass die Decepticons wieder ihr Unwesen in Chicago treiben. Sie planen ihren zerstörten Planeten Cybertron mit den Ressourcen Erde neu zu erbauen – wo findet man sonst 6 Milliarden Arbeitssklaven? Dagegen können nur Sam, die Autbots rund um Optimus Prime sowie die Militärverbündeten etwas tun.

Michael Bay erfindet nebenbei auch noch die Geschichte der Mondlandung komplett neu. Ob sich die NASA deshalb grämt? Die seien wohl auch Transformers-Fans, meint Bay genüsslich grinsend. Die gesamte Belegschaft sieht recht zufrieden drein als sie am 25. Juni im Ritz Carlton Hotel kurz vor der Europapremiere sich für einen kleinen Plausch zusammenfinden. Tyrese Gibson, Patrick Dempsey, Rosie Huntington-Whiteley, Shia LaBeouf, John Malkovich, Josh Duhamel sowie Produzent Lorenzo Di Bonaventura (schade, dass nicht auch Hangover-Darsteller Ken Jeong oder gar Frances McDormand, die als grimmige Direktorin aller US-Geheimdienste auftritt, mit von der Partie waren) beteuern immer wieder wie angenehm der Dreh mit dem schnellen Arbeiter Michael Bay war und wieviel Spaß man miteinander hatte. Wie schön, dass dabei auch solch ein Bombast an Actionfilm herausgekommen ist, der einen versöhnlicher in Bezug auf Teil 2 Transformers – Die Rache (2009) stimmen lässt. Die ersten DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen Anfang November kommen ohne Extras daher, bieten aber ein gestochen scharfes Bild.

Hier findest du auch unsere Reviews zu Transformers 4: Ära des Untergangs und Transformers 5: The Last Knight.