The Other Woman

 
Heimkino 22. Juli 2011
 
The Other Woman
 

In der Verfilmung des Romans Dem Himmel so fern von Ayelet Waldman wird die Geschichte der jungen und erfolgreichen Anwältin Emilia Greenleaf (Natalie Portman) erzählt, die in ihrem Kollegen Jack (Scott Cohen) die große Liebe findet. Doch das alles würde keinen spannenden Leinwandstoff abgeben, wäre da nicht der Schatten der vergangenen Ehe. Neben der unwirschen Ex-Frau Carolyne (Lisa Kudrow) tritt plötzlich auch Jacks Sohn William (Charlie Tahan), ein altkluger 5-Jähriger, in Emilias Leben. So beginnen die großen und kleinen Differenzen im alltäglichen Leben. Nichtsdestotrotz gebärt Emilia schon bald die kleine Isabel, die zum Sonnenschein aller wird. Doch das Baby stirbt plötzlich und damit beginnen die Probleme und tief sitzenden Ängste der noch jungen Familie umso mehr zu wachsen.

Der Regisseur Don Ross (Das Gegenteil von Sex) erschafftmit The Other Woman ein höchst dramatisches Werk, voller emotional mitreißender und gleichzeitig kontroverser Momente. Es gelingt ihm die im Buch von Waldman angesprochene Thematik gefühlvoll aufzugreifen. Wie kann Emilia nach dem Tod ihres Kindes ehrliche Gefühle für ein anderes Kind entwickeln? Wie ist es für sie möglich nach solch einer Tragödie die Beziehung zu ihrem Mann zu wahren? Der fast zwei Stunden andauernde Film wiegt schwer, aber durch die vorsichtige Erzählweise folgt man gedankenvoll der Story und kann bei all den aufgewühlten, dunklen Geheimnissen der menschlichen Seele trotzdem nur hoffen, dass man zum Ende doch noch ein wenig aufatmen kann.

 
226 Wörter von Hella, 302 Tage alt