The Big C – Staffel 3

Veröffentlichung  12. September 2013    Schöpfer  Darlene Hunt    Darsteller  Laura Linney  Oliver Platt  Gabriel Basso  John Benjamin Hickey
Foto: Showtime Networks Inc.
 IMDb-Wertung
Foto: Showtime Networks Inc.

Während Fox ab dem 15. Oktober die 4 finalen Episoden der Dramedy The Big C sendet, findet sich dieser Tage endlich auch die 3. Staffel im Heimkino ein.

So einiges hat sich im Hause Jamison seid der Krebs-Diagnose von Cathy (Laura Linney, Hyde Park am Hudson) geändert. Nachdem ihr Mann Paul (Oliver Platt, X-Men: Erste Entscheidung) einen Herzinfarkt erlitten hat, entdeckt er neben Tee, Bananen auch sein Talent für das Bloggen. Schon bald motiviert er sogar in Seminaren unzählige Menschen neben der selbsternannten „Joyologistin“ Joy Kleinman (Susan Sarandon, Cloud Atlas). Sohnemann Adam (Gabriel Basso, Super 8) hat hingegen in der Religion einen befreienden Weg gefunden, um mit dem Chaos in seiner Familie umgehen zu können. Und während sich Andrea (Gabourey Sidibe, Precious – Das Leben ist kostbar) nach dem Hochzeits-Flop auf ihre afrikanischen Wurzeln zurückbesinnt, ist Cathys Bruder Sean (John Benjamin Hickey, Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3) nicht mehr ganz so prinzipientreu und besorgt sich nicht nur einen Job als Hausmeister, sondern sogleich auch ein eigenes Telefon. Allein bei Cathy ist kein Durchblicken möglich: auch wenn ihre Therapie gut verläuft, betrinkt sie sich am helllichten Tage in einer Bar, lässt sich tätowieren und will zur gleichen Zeit ein Kind adoptieren. Was kommt als Nächstes?

Es holpert und stolpert bei The Big C. Wo die Serie von Darlene Hunt insbesondere in der ersten Staffel durch Humor in ernsten Momenten überzeugen konnte, steht nun Fremdschämen und unlogisches Wirrwarr im Vordergrund. Um den Zuschauer trotz widersprüchlicher Aktionen der Protagonistin Cathy Jamison bei der Stange zu halten, wird jedoch ein weiterer starker weiblicher Charakter eingeführt: Susan Sarandon. In einer jeden Folge ist sie nicht nur für ihre Zuhörerschaft in den Seminaren ein Life-Coach. Auch für den Menschen vor dem Fernseher wirkt ihr Draufgängertum, ihre versaute Ausdrucksweise sowie ihr mitreißendes Selbstbewusstsein belebend. Aber reicht das aus? Nicht wirklich. Wenn man bedenkt mit wie viel Kitsch und Klischee die Haltungen der anderen Figuren belegt sind. Jedoch ist noch lange nicht alles verloren. Denn in den letzten 3 der insgesamt 10 Folgen wird der Schalter noch einmal umgelegt und ein paar überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man nun auch unbedingt von der 4. Staffel wissen will, was sie an Leichtsinn, Absurdität und Bittersüßem zu bieten hat.