Teesy

Album  Glücksrezepte    Veröffentlichung  29. August 2014
Foto: Florian Böhm Foto: Florian Böhm

Dem Album Glücksrezepte von Teesy sollte man gut zuhören. Schließlich zeigt er einem jeden wie man einen steilen Aufstieg hinlegt. Bevor seine Songs überall käuflich erwerbbar wurden, rief man den Fliegenträger schon als neue deutsche musikalische Hoffnung und Newcomer 2014 aus. Cro unterstützt Teesy nicht nur auf seiner Debütplatte, sondern nimmt ihn gleich auch mit auf seine Deutschlandtour ab November. Das Glück sollte also mit ihm sein. Umso wichtiger mehr über den Jungspund auf der Sonnenseite des Lebens zu erfahren.

Was hat es mit deinem Cover auf sich? Der Sprung ins Ungewisse?

Der Sprung symbolisiert für mich zum einen den Sprung in ein für lange Zeit unbegehbares Terrain und zwar den deutschen RnB. Viele waren der Meinung, dass RnB auf deutsch nicht möglich wäre, nicht funktionieren würde. Der Sprung ist sozusagen der Versuch, das Image des deutschen RnBs nach J-Luv wieder aufzupolieren und Türen zu öffnen. Mal sehen, ob das klappt. Jesus oder klatschnass. Zum anderen ist es für mich das erste Album, also ein neues erstes Mal. Ein erster Versuch, etwas zu tun, von dem ich nicht weiß, wie es ausgehen wird.

Als Hometown hast du auf Facebook Berlin / Hamburg / Kiel angegeben. Aber wo hängt dein Herz wirklich dran?

Am meisten verbunden bin ich natürlich mit Berlin! Meine erste Heimat ist und bleibt auch meine erste Liebe. Kiel ist mir in den letzten Jahren auch sehr ans Herz gewachsen. Kiel ist real. Kiel holt mich runter. Wenn du zwei Wochen lang in Berlin oder Hamburg warst und nur Lob und Zuspruch und Trubel um dich herum hattest, dann ist Kiel der gerechtfertigte Schlag in die Fresse, der dich zurück auf den Boden bringt. Ruhe.

Welchen Stellenwert nimmt dein Studium aktuell in deinem Leben ein?

Den zweitgrößten.

Du bist im Moment auf unzähligen Bühnen unterwegs. Wo nimmst du neue Kraft her, wenn dir mal die Puste ausgehen sollte?

War ehrlich gesagt noch nie so. Ich hatte bisher immer Bock.

Bist du ein routinierter Songschreiber?

Könnte man vielleicht so sagen. Wobei, jeder Song ist was neues, was ganz anderes. Ich hab bisher nur für mich selbst geschrieben. Bin gespannt, wie es ist, für andere zu schreiben. Obwohl ich, denk ich, immer das Gefühl hätte, ich würde meine Gedanken gerade an jemand anderen verschenken. Wenn dann müsste ich Musik schreiben, die mich überhaupt nicht interessiert, damit ich mir nicht selbst die Songideen wegschappe.

Was fehlt dir noch zum großem Glück?

Innere Ruhe und Klarheit. Ich bin sehr zerstreut.