Super 8

Veröffentlichung  05. Januar 2012    Regie  J. J. Abrams    Darsteller  Joel Courtney  Elle Fanning  Kyle Chandler
Foto: Paramount Pictures Germany
 IMDb-Wertung
Foto: Paramount Pictures Germany

Nachdem J. J. Abrams seinen Blick in den Mystery-Serien wie Lost und Fringe gen Zukunft aufrichtete, erträumt er 2011 die Vergangenheit. Genauer gesagt das Jahr 1979, wo Filme oftmals noch in dem Format Super 8 daherkamen.

Diesen nostalgischen Anstrich wollte er auch seinem neuen Sci-Fi-Film geben, in dem sich sechs Kinder mit dem Drehen eines Zombie-Movies versuchen, aber schon bald selbst zu Hauptakteuren in einem Horror-Szenario werden, da in der von ihnen bewohnten Kleinstadt ein Monster sein Unwesen treibt. Super 8 erweist sich als Hommage an die Monsterfilme vergangener Tage und gleichzeitig auch als Rückblick Abrams auf seine Kindertage, in denen er zu den Gruselstreifen von Steven Spielberg aufschaute. Diesem Umstand ist es sicherlich auch geschuldet, dass der neue Kinofilm an alte Spielberg-Kassenschlager wie E.T. – Der Außerirdische oder auch Die Goonies erinnert. Spielberg konnte dann sogleich als Produzent gewonnen werden. Als alter Freund des Regisseurs sagte er sofort zu, da auch er seine Karriere mit Super 8-Filmen begann und so blicken beide liebevoll auf ihre Anfänge zurück.

So groß der Beginn des fast zweistündigen Films durch die bombastische Zug-Explosion auch wirkt, hier möchte man keinen Krieg der Welten anzetteln, sondern die Geschichte einer Gruppe von Kindern erzählen, die erwachsen werden, die erste Liebe entdecken und den ersten Schmerz durch den Verlust eines Elternteils lernen müssen zu verarbeiten. Dazu wurde eine hochwertige Darstellerriege gecastet. Allen voran Elle Fanning, die bereits im letzten Jahr in Sofia Coppolas Somewhere mit wenig Aufwand zu verzaubern wusste. Somit ist Abrams ein weiterer detailverliebter Film des Fantasy-Genres gelungen, der aber leider ab dem Punkt, wo das grausige Geheimnis ein Gesicht bekommt jegliche (vorher gut aufgebaute) Spannung absolut flöten gehen lässt und man sich keine weitere Sekunde fröhlich gruseln kann, sondern die frustrierende Albernheit Einzug hält. Das kennt man ja schon von Abrams, der schon bei der Mystery-Serie Fringe wunderbar überhebliche Ideen in schöne Bilder umsetzte und dann alles selbst mit dem Hammer der Offensichtlichkeit mit einem Mal zerstört.