Eine Ewigkeit später schiebt er nun den Zweitling mit dem herrlich amüsanten Titel Everything Is Boring And Everything Is A Fucking Liar hinterher, um damit leider weniger zu überraschen. Denn seit dem ersten Aufhören folgten so einige Bands, die mindestens genauso viel auf dem Kasten hatten wie Spank Rock. Man sollte meinen, er hätte sich mit dem Mittelmaß zufrieden gegeben. Nun wurde Juwan von Boys Noize, auf dessen Label er es sich auch gemütlich gemacht hat, glatt und gleich produziert und Mark Ronson ergänzte den klebrigen Rest bei der Zusammenarbeit zu dem Song „#1 Hit“. Lediglich als Gastproduzent wurde Alex Epton, alias „XXXchange“, mit ins Boot geholt, der noch den Erstling mit Ecken und Kanten versah. Ja klar, Songs wie „Car Song“ (feat. Santigold) und „Energy“ stellen sich als echte Perlen heraus, zu denen man im Club einfach nicht nein sagen kann. Aber irgendwie hatte man mehr als nur eine fette Produktion, gigantische Beat-Wände und derbste Fäkalsprache erwartet. Man hätte sich gewünscht, dass Spank Rock es locker schafft nach dem 2006er Meisterstück Yoyoyoyoyoyo noch eins oben drauf zu setzen. Anstelle dessen feiert man sich selbst und den Hedonismus (siehe beispielsweise „Birfday“). Diese textlich unreife Einfältigkeit schläfert in der Tat ein. Aber die nächste Party steht bestimmt bevor, auf welcher man mit diesem zumindest soundtechnisch facettenreichen Album von Spank Rock vor den Freunden prahlen kann. Es muss ja auch nicht alles immer besonders tiefgründig daherkommen und diese 40-minütige Platte haut den Zuhörer in jedem Fall den vor Farben strotzenden Strauß aus tanzwütigen Beats, wirren Computergepiepse, Funk und HipHop mitten in ins Gesicht und erwirkt im Gegensatz zum großen Rest wenigstens eine Reaktion. Auch gut.