Achtung, die Aliens machen sich einmal mehr daran die Menschheit auszulöschen! Die originelle Methode in Skyline: mit einem gleißend blauen Licht hypnotisiert die fiese Alienrasse einjeden um an die Gehirne ihrer besinnungslosen Opfer heranzukommen. Die Menschengehirne werden dann als Energiequelle genutzt. Klingt abstrakt? Ist es auch. Bei derartig schwer verdaulicher Kost versucht uns Skyline zum Glück nicht auch noch mit einer komplizierten Handlung zu überfordern. Denn die ist relativ schnell erzählt: nach einer wilden Partynacht wird die Gruppe rund um Jarrod (Eric Balfour, bekannt aus der Fernsehserie 24) und Elaine (Scottie Thompson) von einem Erdbeben ähnlichen Tumult und merkwürdigen Lichtphänomenen geweckt. Ein Kampf ums Überleben beginnt und die Freunde versuchen mit allen Mitteln nicht in das todbringende Licht zu schauen. Dennoch wird die Gruppe immer weiter dezimiert. Die Idee, die sichere Wohnung zu verlassen, um zum nahegelegenen Bootsanleger zu gelangen, kann man als Zuschauer aber leider auch beim zweiten gescheiterten Versuch nicht verstehen. Selbst die atomaren Abwehrversuche des Militärs sind angesichts des übermächtigen Feindes nicht von Erfolg gekrönt. Deprimierend! So fällt die Großstadt und die angepissten Aliens scheinen ihre Übermacht vollends auszuspielen. An dieser Stelle (nach 80 Minuten, bitte merken) empfiehlt es sich den Film einfach auszumachen. Wer das Effektspektakel bis dahin genießen konnte, hat alles gesehen was es zu sehen gibt. Denn was danach kommt, ist einfach nur noch verrückt im Sinne von dumm.
Zu schade, hatte Skyline doch ursprünglich alle Karten auf seiner Seite. Nichts schien den viralen Siegeszug dieses Ausnahmeprojekts stoppen zu können! Alle Welt freute sich auf das Werk der Brüder Colin und Greg Strause, ihres Zeichens Effektspezialisten (sie leiteten schon die visuellen Effekte für Großproduktionen wie 2012, die X-Men-Trilogie oder Titanic – die bemerkenswerte Liste ist endlos weiterzuführen), die in völliger Eigenregie einfach drauf los produziert haben. Ohne ein Studio im Rücken, gelang es ihnen den Film völlig alleine zu finanzieren und in die Lichtspielhäuser dieser Welt zu bringen. Und das nicht einmal ein Jahr nach dem das erste Wort zu Papier gebracht wurde (die Eile merkt man dem Film leider auch an). Mit Special Effects, die 200x mehr gekostet haben, als der ganze Rest des Films, schien das Hauptaugenmerk ohnehin von vorn herein klar gewesen zu sein: Skyline sollte was fürs Auge sein und nicht für den Kopf (den brauchten schließlich die Aliens). Jetzt, wo die Heimkinoauswertung ansteht, muss abermals darauf hingewiesen werden, dass Skyline mit der Erwartungshaltung von vergleichbaren Weltungergangsszenarien wie z.B. Independance Day oder dem Wackelkamera-Erlebnis Cloverfield nicht mithalten kann. Die epischen Ausmaße der beiden genannten Filme werden nicht erreicht, weshalb das Alien-Genre dieses mal nur bedingt mit Stolz erfüllt wird. Wer auf einem ansprechenderen Niveau unterhalten werden möchte, sollte lieber zum Film Monsters greifen!