Rush

Veröffentlichung  28. März 2014    Regie  Ron Howard    Darsteller  Chris Hemsworth  Daniel Brühl  Alexandra Maria Lara
Foto: Jaap Buitendijk, Rush Films Limited, Egoli Tossell Film & Action Image
 IMDb-Wertung
Foto: Jaap Buitendijk, Rush Films Limited, Egoli Tossell Film & Action Image

Alles für den Sieg

In den 1970er Jahren wird der Rennsport durch zwei neue Talente bereichert. Der österreichische Niki Lauda (Daniel Brühl, Good Bye Lenin!) und der englische James Hunt (Chris Hemsworth, Thor) könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Lauda ein Taktiker und rücksichtsloser Karrieremensch ist, stellt sich der Brite Hunt in jeder Hinsicht als ein Draufgänger dar. Dass die beiden trotz des gleichen Ziels nur wenig für einander übrig haben, steht außer Frage. Doch als die zwei Rennfahrer bei der Formel-1-WM im Jahr 1976 gegeneinander antreten, werden sie in ihrem Zweikampf behindert. Die Strecke des Nürburgrings ist für seinen hohen Schwierigkeitsgrad bereits berüchtigt als Laudas Auto sich genau dort überschlägt und in Flammen aufgeht. Mit schweren Verbrennungen überlebt er den Unfall gerade noch so und will trotzdem sogleich wieder auf die Rennstrecke – die Konkurrenz zu Hunt scheint ihn selbst unter größten körperlichen Schmerzen noch zu motivieren. Zudem lernen sich die Männer durch den Schicksalsschlag mit einem Mal noch einmal ganz neu kennen und respektieren.

Regisseur Ron Howard und Drehbuchautor Peter Morgan stellten schon mit dem 2008er Frost / Nixon klar, dass sie historische Ereignisse in ein auf allen Ebenen spannendes Film-Spektakel umwandeln können. In Rush mimen nun Daniel Brühl und Chris Hemsworth die sich duellierenden Prominenten. Doch in diesem Sportlerdrama ist das Gefecht persönlicher als in dem vorherigen Werk von Howard und Morgan. Einblicke in die wahren Geschehnisse der 70er erhielten die Macher von Niki Lauda selbst, der auch immer wieder für Hintergründiges, Geerdetes und weniger Hollywood-Verschnörkelungen sorgte. Nichtsdestotrotz bleiben Hunt und Lauda in dem Film in Schwarz und Weiß gezeichnet. Für ein wenig Grau ist, auch bei einer Länge von 123 Minuten, einfach keine Zeit. Füllmaterial wird des Weiteren durch die Liebesgeschichten der beiden Männer geliefert. Aber während die Liebschaft von Niki Lauda und Marlene (Alexandra Maria Lara, Control) in der Öffentlichkeit keine Wellen schlägt, ist James Hunts Beziehung zu Suzy Miller (Olivia Wilde, Dr. House) in seiner Unbeständigkeit beliebtes Thema für die Klatschpresse. Doch die wahre Kunst von Rush besteht in der Intensität, die von den Szenen auf der Rennbahn ausgeht. Sie stecken voller Variationsreichtum in den Kameraeinstellungen und sich entfaltenen Atmosphären, so dass der Zuschauer mit den Protagonisten stets durch das Wechselbad der Gefühle gehen muss. Somit bleibt zu betonen, dass Rush nicht nur ein Werk für Fans der Rennsportart ist, sondern sich als echte Perle für Jedermann zu mausern weiß.

 

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Rubrik  Heimkino    Autor      Datum  08. April 2014    Worte  393
Permalink  http://www.farbensportlich.de/rush/    Farbe  #bb0b35
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