Alexander Honk (Matthias Schweighöfer, What a Man) ist Schauspieler. Er liebt seinen Job, so auch seine Auftritte am Theater als Frau in „Charleys Tante“. Ein Rentner nach dem anderen wünscht sich ein Autogramm von dem Ausnahmetalent und er genießt dies in vollen Zügen. Ein freudvolles Leben – wäre da nicht der Fakt, dass Alex so gut wie pleite ist und somit seine ganze WG mit in den Ruin treibt. Er lebt zusammen mit seinen zwei Freunden Basti (Maximilian Brückner, Resturlaub) und Jan (Denis Moschitto, Almanya – Willkommen in Deutschland) sowie seinem Bruder und gleichzeitig auch Agenten Jürgen (Detlev Bucks, Herr Lehmann). Um das Ruder herum zu reißen, besorgt ihm Jürgen eine weibliche Rolle in einem Hollywoodfilm, welcher in den Babelsberger Filmstudios gedreht werden soll und in der Nazi-Zeit angesiedelt ist. Eigentlich ist alles wunderbar. Nachdem sich Alex aber in seine Schauspiel-Kollegin Sarah Voss (Alexandra Maria Lara, Control) verliebt hat, gibt es einen Haken: die Crew am Set hält ihn für eine echte Frau und sobald er seine Gefühle gegenüber Sarah offenlegt, würde das große Geld ausbleiben. Nur war er auch der großen Liebe noch nie so nah.
So richtig hat man noch nicht einmal What a Man verdaut, da rutscht der nächste Film rund um die Männlichkeit hinterher. Nur dieses Mal hat Detlev Bucks das Zepter in der Hand und versucht der seichten Unterhaltung seinen eigenen Stempel aufzudrücken (u.a. durch nette Seitenhiebe auf die Filmindustrie). Dies führt zwar trotzdem zu vielen klischeeträchtigen Momenten unter der Gürtellinie, aber ein bisschen lachen muss man doch das ein oder andere Mal in dem 108 Minuten langen Rubbeldiekatz. Matthias Schweighöfer macht sich als Frau überraschend gut (besser als in Rollen wie Keinohrhasen, Zweiohrküken oder besagtem What a man), doch das hilft nicht darüber hinweg das es das alles schon gab – zum Beispiel in der 1982er Komödie Tootsie mit Dustin Hoffmann in der Hauptrolle. Buck weiß um diese Ähnlichkeit, aber gerade dann hätte man sich mehr Einsatz gewünscht. Speziell zum Ende hin baut der Film massiv ab und selbst die Nazi-Persiflage wird unnötig übertrieben. Die Gags werden weniger oder stumpfsinniger und die Liebesgeschichte schnulzt und schnulzt läppisch vor sich hin. Einzig Alexandra Maria Laras Ehemann Sam Riley (Control) als einsilbiger Hotelangestellter kann immer wieder für eine kleine Freude sorgen. Vielleicht wird es ja beim nächsten Mal doch wieder ein ernsteres Sujet, Herr Buck?