Romain Duris

   Film  Beziehungsweise New York    Veröffentlichung  01. Mai 2014    Regie  Cédric Klapisch
Foto: Hella Wittenberg
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Foto: Hella Wittenberg

Im Rahmen der 13. Französischen Filmwoche in Berlin besuchte der Schauspieler Romain Duris im Dezember 2013 die deutsche Hauptstadt und stellte sich auch sogleich den Fragen der Presse rund um seinen aktuellen Film. In Beziehungsweise New York steckt Duris bereits zum dritten Mal in der Rolle des ewig Suchenden, Xavier. Diesem steht nun die Scheidung von der Engländerin Wendy (Kelly Reilly, Flight) bevor und um nicht auch seine zwei Kinder zu verlieren, zieht er nach New York, wo sich Wendy mittlerweile niedergelassen hat. Erneutes Chaos und Verwirrungen sind vorprogrammiert, aber im Besonderen Xaviers Freundinnen Martine (Audrey Tautou, Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft) und Isabelle (Cécile De France, Hereafter – Das Leben danach) helfen ihm dabei sich nicht unterkriegen zu lassen.

Wenn Sie die drei Filme der Trilogie mit einander vergleichen – gab es Momente, in denen Sie sich Ihrer Figur näher fühlten als bei anderen?

Romain Duris: Die Figur war schon immer weit von mir entfernt. Aber ganz besonders im ersten Film, Barcelona für ein Jahr. Xavier war da noch sehr unreif, hatte wahnsinnig viele Fragen ans Leben und gleichzeitig war er wie gelähmt, was ihn ungeschickt wirken ließ. Das hatte zu dem Zeitpunkt des Drehs sehr wenig mit mir selbst zu tun.

Ähneln Sie sich auch nicht in Hinblick auf die Ruhelosigkeit mit Ihrer Figur?

Nein. Da ich durch die Arbeit dazu gezwungen bin viel zu reisen, habe ich ansonsten das Bedürfnis einen Ort nur für mich allein zu haben, an dem ich ganz ich selbst sein kann.

Haben Sie beim Dreh versucht ein wenig zu improvisieren?

Überhaupt nicht. Dadurch, dass wir in den USA und New York gedreht haben, wurde alles minutiös vorausgeplant. Wir mussten Dreherlaubnisse einholen und uns auf die dortigen Hierarchien einlassen. Man konnte zum Beispiel nicht einfach ein Glas von links nach rechts schieben – das musste zuvor angekündigt werden und dann gab es jemanden, der das Glas für einen bewegte. Es war für Cédric und mich eine echte Herausforderung das alles trotzdem lebendig erscheinen zu lassen.

Wenn Sie selbst nach New York ziehen würden, woran müssten Sie sich erst noch gewöhnen?

Geld ist in New York sehr präsent. Ab einem gewissen Punkt geht alles nur noch ums Geld. Ich müsste schon eine ganze Weile dort leben, um die Gedanken darum auch wieder zurückdrängen zu können.

Können Sie verraten, ob Xavier am Ende der Trilogie seinen Punkt B erreichen kann?

Auf keinen Fall. Er ist jemand, der immer sucht. Und falls er an Punkt B gelangen würde, wäre das nichts Gutes, sondern nur langweilig.

Hier findest du unser Interview mit Regisseur Cédric Klapisch.

 

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Rubrik  Interview  Kino    Autor      Datum  29. März 2014    Worte  421
Permalink  http://www.farbensportlich.de/romain-duris/    Farbe  #534049
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