Wenn sich zwei 900 Kilo schwere und zweieinhalb Meter große High-Tech-Roboter im Ring gegenüberstehen, geht es in der Regel um einen Haufen Geld. Als ehemaliger Boxprofi verdient Charlie Kenton (Hugh Jackman, als Wolverine fester Bestandteil der X-Men) inzwischen aber nur noch wenig, wenn er sich mit seinen selbstgebauten Schrottplatz-Robotern auf Jahrmärkten und Dorffesten für einen unfairen Kampf mit Bullen hergibt. Selbst wenn er einmal an Geld kommt, stürzt er sich übermütig in den nächsten Untergrundkampf. Erst als unerwartet sein zehnjähriger Sohn Max (Dakota Goyo) in sein Leben tritt, nachdem dieser seine Mutter verloren hat, ändert sich für Charlie alles. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten verbringen sie den Sommer zusammen und Charlie bekommt die Chance seinen Sohn kennenzulernen. Als Max eines Nachts den ausrangierten Trainingsroboter “Atom” findet, bietet sich ihnen mit ihm die Chance als Team im richtigen Boxsport noch einen Versuch zu wagen. Charlie trainiert den neuen Star der Szene und die Einsätze steigen wieder. Beide lernen, dass das Leben, egal ob man gewinnt oder verliert, mehr für sie bereit hält, als sie je gehofft haben.
Regisseur und Komödienspezialist Shawn Levy (Nachts im Museum, Date Night – Gangster für eine Nacht) wagt sich mit dem actionbetonten Real Steel auf unbekanntes Terrain. Diese Fachfremdheit nutzt er zugunsten einer untypischen Inszenierung für einen Film, der sich im Trailer leider auf eine funkensprühende Weise als sehr einseitig darstellt. Im Mittelpunkt stehen jedoch stehts die Menschen mit ihren ganz eigenen Problemen und Schwächen. Auch wenn der ein oder andere Nebenplot (z.B. die Liebesgeschichte mit Lost-Star Evangeline Lilly) deutlich zu wenig Zeit bekommt, um sich darzustellen, so verliert Levy nie den emotionalen Fokus der Story: es geht um die Bindung eines Vaters zu seinem Sohn. Dadurch, aber auch durch die perfekt in Szene gesetzten Kämpfe, fühlt sich Real Steel ehrlich besonders an.