Kim Matthews (Felicity Jones, Cemetery Junction) hat es nicht leicht im Leben. Seitdem ihre Mutter bei einem tragischen Autounfall verstorben ist, wirkt ihr Vater (Bill Bailey, Eine zauberhafte Nanny 2) wie paralysiert. Stets von den schrecklichen Bildern des Unfalls, bei welchem sie dabei war, heimgesucht, hört die 19-jährige abrupt mit dem Skateboarding auf, um sich nur noch um ihren Vater und das Geld zu kümmern. Als das Zweite erheblich knapper wird, beschließt Kim in die Alpen zu reisen und dort als Chalet-Girl das große Geld zu verdienen. Dort lernt sie eine absolut neue Welt, voller Dekadenz, Ignoranz und purem Hedonismus kennen. Zu Beginn verdreht die Bodenständige noch bei jedem Vergnügen genervt die Augen, aber schon bald helfen ihr neue Bekanntschaften wie zum Beispiel der smarte Sohn des Hausherren, Jonny (Ed Westwick, Gossip Girl), und auch das neu für sich entdeckte Snowboarding das Leben und im Besonderen wieder den Moment so richtig zu genießen.
Die junge Engländerin Felicity Jones ist ab Dezember in dem Film In guten Händen in einer äußerst selbstironischen Rolle zu sehen, wo man nur so bei sich denkt, dass man sich dieses zierliche Persönchen mit dem verschmitzen Lächeln unbedingt merken sollte. Doch leider tut sie sich mit dieser Coming-of-age-Hauptrolle kaum einen Gefallen. Ihr Teenie-Verhalten wirkt trotz ihres jugendlich-frischen Aussehens die meiste Zeit schlichtweg unnatürlich wie auch unglaubwürdig. Und trotz des Mitwirkens des Lach-Garanten Bill Nighy (Radio Rock Revolution) als schnöseliger Herr des Hauses, finden die Witze kaum Gehör, vielmehr kräuseln sich bei manchen konstruierten Dialogszenen lediglich die Fußnägel. Vieles mag auch der rumpeligen deutschen Synchronisation geschuldet sein – deshalb ist die englische Originalfassung in jedem Falle zu empfehlen. Denn so schwingt wenigstens stimmlich ein klitzekleines bisschen Charme und Attitude bei Jonny mit. Ansonsten macht Phil Traills Powder Girl schon ein wenig Lust auf die Alpen, auf Snowboarden und natürlich auf Urlaub – was für diesen viel zu durchschnittlichen Film an Pluspunkten vollkommen ausreicht.