Planet der Affen 3: Survival

Veröffentlichung  03. August 2017    Regie  Matt Reeves    Darsteller  Andy Serkis  Woody Harrelson  Steve Zahn  Karin Konoval
Foto: 20th Century Fox Germany
 IMDb-Wertung
Foto: 20th Century Fox Germany

Eine Lektion in Sachen Menschlichkeit

Auf der Erde hat sich ein Virus breit gemacht, der den Großteil der Menschen ausgelöscht hat. Primaten dagegen entwickelten sich weiter, lernten sprechen und bildeten eine starke Gemeinschaft.

Wenige Menschen erwiesen sich als immun gegen den tödlichen Virus. Sie kämpfen seit nunmehr 15 Jahren gegen den Zerfall ihrer Welt. So kommt es auch, dass immer weniger Platz für Gutmütigkeit übrig bleibt. Ihre einzige Chance sehen die Überlebenden darin, sich starken militärischen Gruppen anzuschließen. Was früher jedoch mal die US-Armee war, ist heute eine Ansammlung verschiedenster Interessengruppen. Eine davon wird vom machthungrigen Oberst (Woody Harrelson) angeführt. Sein Ziel ist es alle Affen zu versklaven, damit er sie für seine Zwecke schuften lassen kann. Doch dieser Plan gefällt Caesar (verkörpert von Andy Serkis) ganz und gar nicht. Für den Fortbestand seines Volkes nimmt er den Kampf gegen den übermächtigen Gegner an.

Eine Frage von Gut und Böse

In den vorherigen Teilen wurde die Geschichte stets aus zwei Sichten erzählt: aus einer Menschen- und einer Affen-Perspektive. So hatten wir Zuschauer die Möglichkeit uns in beide Parteien hineinzufühlen und die Motivation nachzuvollziehen. Im dritten Teil wird nun gänzlich darauf verzichtet den Menschen noch etwas mehr Tiefe zu geben. Denn die gesamten 140 Minuten erleben wir nur aus der Sicht von Caesar & Co. Dementsprechend klar ist auch die Rollenverteilung: Die einen kämpfen, um zu überleben, und die anderen für den Machtausbau. Diese Klarheit macht die Geschichte jedoch nicht weniger spannend. Denn die Menschen sind mit ihren Schusswaffen von Anfang an klar im Vorteil. Also wollen wir sehen, welche Kräfte die Affen mobilisieren können, um dagegen zu halten. Und tatsächlich ist ihr Einfallsreichtum mehr als beeindruckend, wenn sie sich wie Spione in feindliche Einrichtungen einschmuggeln und Verhörmethoden anwenden.

Nur die Stärksten werden überleben

Planet der Affen 3: Survival versteht sich als Abschluss der Trilogie. Entsprechend steuert hier am Ende buchstäblich alles auf das große Finale hin: Kann es eine Welt geben, in der Menschen und Affen gleichberechtigt leben? Und wenn nicht, zu welchen Abstrichen ist man dann bereit? Vergleichbare Machtkämpfe kennen wir alle aus dem Alltag. Nur selten müssen sie jedoch bis zum bitteren Ende ausgefochten werden. Im Falle von Caesar ist es besonders schlimm, da er rund um die Uhr von Rachegelüsten geplagt wird. Wie soll er da noch neutral abwägen, was das Beste für sein Volk ist? Denn wenn er jetzt seine Empathie verliert, ist er kein Stück besser als die Menschen selbst. Dieser Spagat ist eine wahre Zerreisprobe für seinen Charakter. Schauspieler Andy Serkis hat dem Menschenaffen wieder seine Bewegungen und seine Mimik geliehen. Tatsächlich ist ihm das so gut gelungen, dass er ernsthaft für einen Oscar in der Kategorie der Besten Darsteller berücksichtigt werden sollte.

Das Ende der Planet der Affen-Reihe wird nur aus der Sicht der Affen erzählt – und wirkt damit so menschlich wie kein Teil vorher. Das ist dramatischer und düsterer als je zuvor und damit beste Blockbuster-Sommerunterhaltung.

Hier findest du unsere Rezensionen vom ersten Teil Prevolution und vom zweiten Teil Revolution.

 

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Rubrik  Kino    Autor      Datum  03. August 2017    Worte  491
Permalink  http://www.farbensportlich.de/planet-der-affen-survival/    Farbe  #394653
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