Wir lernen das Affenjunge Caesar kennen. Er ist der versteckte Sprössling seiner Mutter, an der genetische Forschung betrieben wurde um ein Mittel gegen Alzheimer zu entwickeln. Sie sprach zwar am vielversprechendsten auf die Behandlung an, zeigte aber zuletzt ein seltsam aggressives Verhalten. Will Rodman (James Franco) ist als wissenschaftlicher Leiter dieser Forschung darauf aus einen gutartigen Virus zu erzeugen, der zerstörtes Gehirngewebe wiederherstellt. Sein Wunsch ist es damit seinem Vater Charles (John Lithgow) zu helfen, der an Alzheimer leidet und dem es zunehmend schlechter geht. Doch kurz bevor erste Tests am Menschen zugelassen werden, wird seine Arbeit aufgrund eines folgenschweren Zwischenfalls als Misserfolg eingestuft und das Forschungsprogramm beendet. Daraufhin übernimmt er die Pflege und Aufzucht des jungen Affenwaisen, das im Mutterleib bereits der Wirkung des Medikaments ausgesetzt war und dem ein großes Schicksal vorherbestimmt ist. Auch wenn ihm mit der Zeit das Wohlergehen des Schimpansen wichtiger als der Erfolg des Medikaments wird, führt Will die Forschungen zuhause weiter. Die Resultate, sowohl bei Caesar als auch bei Charles, übertreffen seine kühnsten Erwartungen. Mit diesen Ergebnissen darf er seine ursprüngliche Forschung bei Gen-Sys wieder aufnehmen, um ein noch wirkungsvolleres Medikament herzustellen. Der neue Virus stellt sich als für den Menschen zu gefährlich heraus, verursacht bei den Affen jedoch keine Nebenwirkungen. Alles geriet unweigerlich außer Kontrolle. Die Anfänge einer weltweiten Ausbreitung zeichnen sich bereits ab.
Die als erster Teil einer neuen Planet der Affen Reihe angekündigte Prevolution trifft den richtigen Ton im Umgang mit dem altbekannten Stoff. So gelingt ein Auftakt nach Maß, der weder eine übertriebene Zeit der Versklavung propagiert, noch gleich die ganze Menschheit ausrottet. Nein, Planet der Affen: Prevolution kreiert eine sensible Welt, in der nicht alles schwarz oder weiß ist. Es wird die Frage gestellt wo die Grenzen der Forschung liegen in die Natur einzugreifen, einfach weil man es aus medizinischer Sicht kann.
Eine besondere Erwähnung gilt Andy Serkis, der den Affen Caesar erst zum Leben erweckt. Er ist als Performance-Capture-Schauspieler dafür bekannt geworden Gollum aus der Herr der Ringe Geschichte zu spielen. Schon damals wurden seine Bewegungen nachträglich digitalisiert und in das Echtbild eingearbeitet. Dieses mal wurden die Grenzen jedoch nahezu aufgelöst. Seine realistische Darstellung macht aus Caesar ein empfindungsfähiges Tier mit Herz und Seele, wie es noch keiner Animation vorher gelungen ist.