Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache

Veröffentlichung  25. Mai 2017    Regie  Joachim Rønning  Espen Sandberg    Darsteller  Johnny Depp  Javier Bardem  Geoffrey Rush
Foto: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
 IMDb-Wertung
Foto: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Handgemachte Action

Wusstest du, dass die Fluch der Karibik-Serie auf einer Attraktion aus den Disney-Freizeitparks beruht? Dem fünften Teil der Serie sieht man diese Ursprünge an vielen kleinen Details deutlich an.

Captain Salazar (Javier Bardem) ist mit seiner Crew aus tödlichen Seemännern die längste Zeit im sogenannten Teufelsdreieck gefangen gewesen. Angetrieben von einem einzigen Gedanken, gelingt ihnen die Flucht: Sie wollen jeden Piraten auf offener See töten. Allen voran Kapitän Jack Sparrow (Johnny Depp), der sich gerade mal wieder von einem Unglück ins nächste rettet. Zusammen mit der Sternenforscherin Carina Smyth (Kaya Scodelario) und dem jungen Seemann Henry Turner (Brenton Thwaites) begibt sich Sparrow auf die Suche nach dem sagenumwobenen Dreizack des Poseidon. Mit dem magischen Relikt könnte er sich Salazar ein für alle Mal vom Leib schaffen. Doch weder sein Schiff, die „Dying Gull“ (auf deutsch: Sterbende Möwe), noch seine Begleitung erleichtern ihm dieses Vorhaben. Denn jeder braucht den magischen Dreizack für etwas anderes.

Anschnallen bitte!

Den Regie-Stuhl von Pirates of the Caribbean: Salazars Rache haben sich die Norweger Joachim Rønning und Espen Sandberg geteilt. Sie haben bereits 2012 mit dem Oscar-nominierten Film Kon-Tiki bewiesen, dass sie mit einem schmalen Budget ein beeindruckendes Hochsee-Abenteuer auf die Leinwand bekommen. Wozu sie im Stande sind, wenn sie auf einmal mehrere hundert Millionen Dollar zur Verfügung haben, zeigen sie nun. Gleich zu Beginn präsentieren Rønning und Sandberg eine handgemachte Action-Sequenz, die es in sich hat. Um an Geld zu kommen, plant Jack einen Tresor zu stehlen. Der Plan geht jedoch nur halb auf. Denn statt des Tresors schleifen seine Pferde auf einmal die gesamte Bank durch die Stadt. Was für ein Einstieg! Das sieht deshalb so toll aus, weil computergenerierte Effekte nur so viel einsetzt werden, wie es unbedingt nötig ist.

Lachen über Johnny Depp

Noch besser kommt Johnny Depps Situationskomik in der darauf folgenden Szene durch. Als er dem Henker übergeben wird, entgeht er nur knapp dem herabsausenden Beil. Wieder und Wieder. Denn durch eine Befreiungsaktion geriet die Guillotine ins rotieren und die messerscharfe Klinge folgt der Schwerkraft mal und hoch und dann wieder rasend schnell herunter. Natürlich lässt sich ein gestandener Pirat davon aber nicht aus der Fassung bringen! Diese turbulente Szene ist eine klare Anspielung auf die Karussell-Vergangenheit der Film-Serie. Neben Johnny Depp und Bösewicht Javier Bardem bleibt der Rest der Piraten-Crew aber leider weitestgehend blass. Hier hat man die Chance vertan allmählich eine Wachablösung vorzubereiten. Denn die eigentlich Geschichte rund um Sparrow und seine Widersacher scheint weitestgehend auserzählt.

Die norwegischen Regisseure hauchen Pirates of the Caribbean: Salazars Rache wieder einen Funken Leben ein. Ihre Mentalität: Wenn wir es selbst umsetzen können, dann brauchen wir weniger Effekte. Davon profitiert der Film ungemein! Denn inhaltlich fällt den Machern nichts Neues mehr ein.

 

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Rubrik  Kino    Autor      Datum  25. Mai 2017    Worte  445
Permalink  http://www.farbensportlich.de/pirates-of-the-caribbean-5/    Farbe  #55253a
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