Oblivion

Veröffentlichung  11. April 2013    Regie  Joseph Kosinski    Darsteller  Tom Cruise  Olga Kurylenko  Andrea Riseborough  Morgan Freeman
Foto: Universal Pictures Germany
 IMDb-Wertung
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Die Erde ist eine Erinnerung, für die es sich zu kämpfen lohnt

Tom Cruise kehrt zurück in die Zukunft: nach Minority Report von Steven Spielberg entführt ihn TRON: Legacy Regisseur Joseph Kosinski in das Jahr 2077.

Nach dem Angriff einer außerirdischen Rasse hat sich die Erde mit Atomwaffen verteidigt – und gewonnen. Doch der Großteil des Planeten ist nun unbewohnbar. Die wenigen Überlebenden konnten sich auf den Saturn-Mond Titan in Sicherheit bringen oder warten auf den Transport dorthin. Zu den letzten verbliebenden Menschen gehören der ehemalige Marine-Offizier Jack Harper (Tom Cruise, Mission: Impossible) und seine Einsatzleiterin Victoria (Andrea Riseborough, W.E.). Sie kümmern sich um die Flugdrohnen, die die Erde vor ihren Feinden beschützen sollen. Nach jahrelangen Kämpfen um die lebenswichtigen Ressourcen mit den Scavs ist ihre Arbeit nun fast abgeschlossen. Bis ein Patrouillen-Flug ihr Leben als “effizientes Team” auf einen Schlag beendet. Ein Raumschiff stürzt auf die Erde und Jack kann eine der Insassen vor den gefährlichen Drohnen beschützen. Die Fremde (Olga Kurylenko, James Bond 007 – Ein Quantum Trost) erwacht aus dem Hyperschlaf, der sie seit mehr als 70 Jahren eingenommen hat. Dieser Vorfall stellt alles in Frage, was Jack je zu wissen glaubte.

Konfrontation eines Mannes mit seiner Vergangenheit

Joseph Kosinski entwirft mit Oblivion eine Welt, die von der Natur zurückerobert wurde. Lediglich die Ruinen der Zeit, zerfressen von Sand, Wind und Regen, zeugen von der einstigen Anwesenheit der Menschen. Diesen Bildern von einer bis zur Unkenntlichkeit verwüsteten Erde setzt er den Eindruck einer Zukunft entgegen, in dem es dem Menschen gelungen ist Häuser in 700 Meter Höhe zu errichten und automatische Geschütze durch die Luft patrouillieren zu lassen. Hoch über den Wolken leben und arbeiten die Protagonisten um Cruise und Riseborough, die als Paar exzellent miteinander harmonieren. Letzterer hätte man eine etwas wichtigere Rolle gewünscht, da sie den Film durch ihr starkes Auftreten enorm bereichert. Ganz anders als zum Beispiel die Nebendarsteller um Morgan Freeman, Melissa Leo und Zoë Bell. Insbesondere den Oscar-Preisträgern Freeman und Leo wird nur wenig Leinwandzeit eingeräumt, was eine beleidigende Unterforderung ihres Könnes darstellt. Morgan Freeman wollte es sich dennoch nicht nehmen lassen einmal mit dem für seine Arbeitsmoral hoch gelobten Kollegen Tom Cruise zusammen zu arbeiten. Mit Olga Kurylenko an seiner Seite überzeugt Cruise vor allem in den temporeichen Flugszenen. Es bereitet ihm sichtbar Spaß in sein Fluggerät zu steigen und über die Einöde Islands zu fliegen, wo der Film gedreht wurde. Diese Freude kann sich auch auf das Publikum ausweiten, dem bei dem ein oder anderen Flugmanöver schwindelig werden dürfte. Nichtsdestotrotz hat Oblivion große Mühe über die Spielzeit von 2 Stunden die Spannungskurve konstant oben zu halten. Viele Handlungselemente scheinen zudem aus Filmen wie Matrix, Die Insel, Moon und Equilibrium entnommen. Kosinski tut gut daran sein Eventkino in ein apokalyptisches Setting einzubetten und mit einigen unnachahmlichen Landschafts- und Himmelaufnahmen zu versehen. Dies lässt den Zuschauer geflissentlich über die Lücken in der Geschichte hinweg sehen. Für die passende musikalische Untermalung sorgen des Weiteren M83. Nachdem Kosinsko bereits Daft Punk für den Soundtrack von TRON: Legacy gewinnen konnte, rundet der französische Elektro-Pop-Künstler seinen neuen Film mit ihren epischen Aufnahmen wunderbar ab.

 

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Rubrik  Kino    Autor      Datum  11. April 2013    Worte  515
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