Meine erfundene Frau

 
Heimkino 12. Juli 2011
 
Meine erfundene Frau
 

Mit jeder Lüge der Traumfrau ein Stück näher

Danny (Adam Sandler) verdient seinen Lebensunterhalt als Schönheitschirurg mit eigener Praxis. Außerhalb dieser hangelt er sich von Affäre zu Affäre. Seine Masche ist es nicht zu sagen er sei Single, obwohl er eigentlich verheiratet ist, sondern genau andersherum. Er nutzt das Bild des betrogenen Mannes für sich und zieht gerade durch den Ring an seiner Hand die Aufmerksamkeit der Frauenwelt auf sich. Nach vielen unwichtigen Romanzen ist es aber bei der schönen Palmer (Brooklyn Decker) mit einem Mal um Danny geschehen. Doch diese möchte nicht zur Ehebrecherin avancieren und lieber die vermeintliche Ehefrau kennenlernen, um sich bei ihr das Einverständnis zu der sich anbahnenden Beziehung einzuholen. Der ratlose Danny wendet sich an seine einzige Bezugsperson, seine Assistentin Katherine (Jennifer Aniston). Die gutmütige Mutter zweier Kinder sagt schließlich zu bei einem gemeinsamen Urlaub ihrem Chef und Freund zu seinem Herzensglück zu verhelfen. Bei all den Überraschungen und Turbulenzen, die sie nun nach und nach erleben, bemerkt Danny schnell, wo das eigentliche Glück zu finden ist.

Adam Sandler Produktionen treffen mit der üblichen Schenkelklopferhumoristik nicht jedermanns Geschmack. In Meine erfundene Frau von Sandlers Stamm-Regisseur Dennis Dugan (er hat zum Beispiel auch bei Kindsköpfe Regie geführt) gibt es für Sandler wieder einmal eine trottelige Rolle, die ihn aber leider wenig liebenswürdig erscheinen lässt. So hat der Streifen einen recht bunten Beginn (im Besonderen durch die überzeugenden Kinder, gespielt von Bailee Madison und Griffin Gluck), um sich dann in einem faden Mittelteil samt langweiliger Darbietung von Nicole Kidman als alte Bekannte zu verlieren und letztlich in einem farblosen Ende zu münden. Da das Hauptaugenmerk einer romantischen Komödie naturgemäß nicht auf dem Tiefgang der Charaktere liegt, muss man sich allein auf den Humor verlassen. Doch auch dieser unterliegt einer gruseligen deutschen Synchronisation, was besonders bei dem Cousin Eddie (Nick Swardson) auffällt, der sich als bayrisch sprechender Dolf Lundgren völlig verausgabt. Aber wenn man weiß, was einen erwartet (nämlich wenig Innovatives) und sich vielleicht sogar für die englische Originalversion entscheidet – wo der ein oder andere Witz doch eher zündet – dann kann man doch teils recht unterhaltsame anderthalb Stunden verbringen.

 
351 Wörter von David, 311 Tage alt