Kung Fu Panda 2

 
Heimkino 26. Oktober 2011
 
Kung Fu Panda 2
 
 

Noch kung fu-iger!

War es im ersten Teil noch mehr Glückssache als Können, dass der rundliche Panda Po (deutsche Stimme: Hape Kerkeling) zum Drachenkrieger ernannt wurde, so ist er in Kung Fu Panda 2 bärenmäßig an seinen Aufgaben gewachsen. Er kämpft sich routiniert von Fall zu Fall, während im Restaurant seines Gänserich-Vaters täglich die Fans pilgern, um sich dem großen Meister näher zu fühlen. Da darf die richtige Herausforderung für den ambitionierten Po und seine Raufkollegen, die „Furiosen Fünf” in Form von Tigress (Bettina Zimmermann), Crane (Ralf Schmitz), Mantis, Monkey und Viper (Cosma Shiva Hagen), natürlich nicht fehlen. Der Pfau Lord Shen wartet mit einer mächtigen Waffe auf, die nicht nur dem Kung Fu ein jähes Ende bereiten könnte.

Mit seinen 91 Minuten Spielzeit stahl der animierte Actionfilm zum zweiten Mal seinen direkten Konkurrenten die Show. Während Pixar beispielsweise mit Cars 2 im direkten Vergleich an den Kinokassen in diesem Jahr keine annähernd so mitreißende Story präsentierte, gelingt Regie-Newcomerin Jennifer Yuh und Dream Works Animation mit der Kung Fu Panda Fortsetzung ein sowohl finanzieller wie auch inhaltlicher Riesenhit! Yuh gilt derzeit, gemessenen an den Einnahmen ihres Films, gar als die erfolgreichste Regisseurin der Welt. Neben der eh schon hohen Gagdichte kommt der Film mit weiteren Extras daher, dazu gehören entfernte Szenen und das Feature “Eine quicklebendinge Besetzung”, welches die englischen Stimmen bei der Synchronarbeit zeigt. Allen voran den kauzig komischen Jack Black, der dem knuddeligen Panda wieder Stimme und Gewicht verlieh. Dieser zeigte seine Qualifikationen bereits bei der offiziellen Premierenfeier in Berlin, wo sich auch die deutschen Synchronsprecher persönlich vorstellten. Black hatte auch noch eine Message für all die Väter parat, die sich den Animationsspaß anschauen würden: Falls sie bei der aufkommenden Vater-Sohn-Problematik weinen müssten, wäre das absolut in Ordnung. Das müsste so sein und danach könnten sie trotzdem wieder den Macho heraushängen lassen. Na, wenn das nicht DIE Botschaft des Films sein sollte!

Ist im Original Jack Blacks (School of Rock) Stimme für den trotteligen Panda die perfekte Besetzung, wünscht man sich im Deutschen, dass man beim zweiten Teil endlich darauf gekommen wäre, dass Hape Kerkeling (Horst Schlämmer – Isch kandidiere!) nicht nur unpassend, sondern schlichtweg zu alt für den Knuddelbär ist. Über diese fatale Fehlbesetzung hilft lediglich die entzückend detaillierte Animation hinweg, die so manchen Kampf umso bedrohlicher und den Film noch unterhaltsamer im Gesamten gestaltet.

 
385 Wörter von Hella, 206 Tage alt