July Talk

Album  July Talk    Veröffentlichung  19. September 2014
Foto: Universal Music Foto: Universal Music

Legt man das Debütalbum des Quintetts July Talk auf, so wird man mit einem ordentlichen Bääm, Knall, Wumms, Peng begrüßt. Die Boys und Girls aus dem kanadischen Toronto geben sich von Anfang an alle Mühe den Hörer mit einer explosiven Retro-Rock-Mischung abzuholen, dass es sich so manches Mal gar wie ein nasser Lappen mitten ins Gesicht anfühlt. Die hart-gegen-sanft-Dualität der beiden Stimmenwunder Leah Fay und Peter Dreimanis ist eine erfrischende Bereicherung in der Musikwelt 2014. Ein Grund mehr ein paar Antworten aus den Front-Stars von July Talk herauszukitzeln.

Wie kann man eure Band am besten beschreiben?

Peter Dreimanis: Wir versuchen mit unserer Musik das raueste Laut und das leiseste Leise herauszuholen. In July Talk geht es darum das Chaos und die Intimität in manischen Konversationen miteinander zu verheiraten. Uns ist es sehr wichtig, dass die Musik zu der massiven Differenz zwischen unseren zwei Stimmen passt.

Wie eng ist die Beziehung zu euren Fans?

Leah Fay: Unsere Fans fühlen sich für mich wie echte Freunde an. Wenn ich in der ersten Reihe bekannte Gesichter sehe, beruhigt mich das. Denn egal, was auch passiert, ich kann sie auf meiner Seite wissen. Diese Freunde in der ersten Reihe hören immer zu. Es stört sie nicht, wenn man blutet, schwitzt oder gar Bier über sie kippt.

Welche Passionen hegt ihr neben der Musik?

Peter: Berauschungen, Schriftgestaltungen und die frühen Filme von John Cusack.

Gehen Musik und Stil für euch Hand in Hand?

Peter: Meiner Meinung greifen Musik und Stil seit Dekaden ineinander. Aber vor allem hat mich Rock & Roll auf jede erdenkliche Weise beeinflusst. Iggy Pop, Lou Reed und Patti Smith sind für mich die absolut ikonischen Figuren. Die Devise lautet aus meiner Sicht: Schlichtheit. Sie ist das Herzstück von jedem guten Stil sowie auch von jedem guten Rock & Roll-Stück.

Hättet ihr nicht July Talk als Bandnamen gewählt, welcher Name hätte noch eurer selbstbetiteltes Album zieren können?

Leah: Das ist schwierig zu beantworten… Aber wusstest du, dass Jenny Lewis ihre Band Rilo Kiley eigentlich ‚Love’s Way’ nennen wollte? Ich denke das wäre ein besserer Name gewesen.

Wenn ihr nicht im Hier und Jetzt leben würdet, welche Zeit würde euch noch gut zu Gesicht stehen?

Leah: Am ehesten würde wohl Kalifornien im Jahr 1969 zu uns passen. Ich liebe Häkeltops und hasse BHs!