Ice Age 4 – Voll verschoben

Veröffentlichung  26. November 2012    Regie  Steve Martino  Mike Thurmeier    Darsteller  Ray Romano  Denis Leary  Otto Waalkes  Aziz Ansari
Foto: 20th Century Fox Germany
 IMDb-Wertung
Foto: 20th Century Fox Germany

Drei Jahre sind seit dem letzten Abenteuer rund um die Urzeit-Tiere Manni, Diego und Sid vergangen. Mit Ice Age 4 – Voll verschoben wird nun unter der Regie von Steve Martino und Mike Thurmeier ein weiteres anderthalbstündiges Häppchen gereicht. Wieder einmal kann man von gut sitzenden Pointen, gelungenen Animationen sowie reizvollen neuen Nebencharakteren sprechen. Nur leider lenkt dies nicht annähernd genug von der überdurchschnittlich flachen Story, geschrieben von Jason Fuchs und Michael Berg, sowie dem bereits Staub ansetzenden Eiszeit-Thema ab.

Als das Säbelzahnhörnchen Scrat mal wieder auf der Suche nach dem perfekten Platz für seine Nuss ist, fängt mit einem Mal die Erde unter ihm an zu beben und schließlich auseinanderzubrechen. Von der Kontinentalverschiebung bleibt niemand verschont. Eben erst hat Mammut Manni eine Auseinandersetzung mit seiner sich in der Pubertät befindenden Tochter Peaches, da reist es die ganze Familie auseinander. Nur auf einer kleinen Eisscholle schafft es das Dreiergespann Manni, Säbelzahntiger Diego und Faultier Sid zu überleben. Ihr einziger Gedanke: wieder zurück zur Familie kehren. Doch bis diesem Wunsch ernsthaft nachgegangen werden kann, müssen sie gegen Piraten ankämpfen, die unter der Leitung eines fiesen Orang-Utans einen jeden plündern, der auf ihrem Ozean auftaucht. Ob die Drei auch dieses Mal ihrem Schicksal entfliehen können?

Die Eltern-Kinder-Konflikte sind bekannt wie klischeehaft und die Geschichte einfach generell etwas überholt und auserzählt. Es werden zwar immer wieder neue Charaktere eingeführt, nur tragen sie beim zweiten Hinschauen nicht zur unterhaltsamen Vielfältigkeit bei, sondern steuern eher auf die vollkommene Übersättigung und Unübersichtlichkeit zu. Und das obwohl den Nebencharakteren nicht einmal genügend Platz zur Entfaltung der Figur gegeben wird. Vielleicht war dieses Einsehen auch ein Grund weshalb der Film um ein ganzes Jahr verschoben wurde? Bereits für den Sommer 2011 sollten Sid und seine Kollegen wie schon im 3. Teil in 3D über die Leinwand hüpfen – daraus wurde aber nichts. Allein Scrat ist der Eisberg an Dreistigkeit. Mit einem jeden Teil wird die immer gleichbleibende Pointe erzählt. Dabei scheint die Situationskomik, die immer genau an der richtigen Stelle zum Einsatz kommt, nur auf das jüngste Publikum abzuzielen. So kommen auch wieder Gesangseinlagen zum Einsatz, die sich mit plattesten Reimen begnügen. In Gegenwart der Kleinen muss man da schon sehr stark bleiben beziehungsweise den heimischen Filmsonntag lieber gegen einen Besuch des Naturkundemuseums eintauschen.

Hier findest du unsere Rezension zum fünften Teil “Kollision voraus!”.