Stepp-König Mumble (mit der Stimme von Elijah Wood), der unbeholfene Held aus dem ersten Teil von Happy Feet, ist inzwischen Vater geworden und muss sich mit seiner Frau Gloria (gesprochen und gesungen von Rockröhre Pink) um Sohnemann Erik kümmern. Der Kleine hat für sich noch keinen Grund gefunden zu tanzen und wird daher von den anderen Kaiserpinguinen böse verspottet. Erik und seine beiden Freunde folgen daraufhin Onkel Ramon (Robin Williams, Jumanji) ins benachbarte Pinguin-Tal. Dort eingetroffen, kommt Erik ein richtiges Vorbild wie gerufen: er lernt den allmächtigen Sven kennen (Hank Azaria, zuletzt als Gargamel im 3D-Abenteuer Die Schlümpfe) – einen fliegenden Pinguin, der den Glauben zurück in die frostige Einöde gebracht hat. Während der völlig geblendete Ausreißer von seinem Vater zurück gebracht wird, prallen im heimischen Tal zwei Eisberge in Folge einer tektonischen Erschütterung so ungünstig gegeneinander, dass die Artgenossen in ihrer Schlucht gefangen sind. Nur der fliegende Sven kann helfen! Doch dieser wird von seinem eigenen traurigen Schicksal eingeholt und so liegt es ein weiteres Mal bei dem tanzwütigen Mumble den Kaiserpinguinen unter höchsten Anstrengungen einen Ausweg zu zeigen.
Der Kinderfilm Happy Feet 2 begeistert sein junges Publikum, ist aber im Vergleich zu vielen anderen Animationsfilmen kaum etwas für Erwachsene. Im Gegensatz zum ersten Teil, der zu Recht den Oscar als bester Animationsfilm im Jahr 2007 erhielt, wurde einer sozialkritischen Note kaum Platz zur Entfaltung gegeben. Auch die inhaltliche Qualität lässt zu wünschen übrig, da sich die Außenseiter-Story von Erik mit Mumbles-Geschichte in Teil 1 absolut gleicht. Allein die Animationen können einen Animationsfilm eben nicht mehr herausreißen – aber die sind hier immerhin erstklassig. Leider wird dieser positive Eindruck aber einmal zu oft durch andauernde Gesangseinlagen mit schlechten deutschen Texten zunichte gemacht. Dem etwas älteren Kinogänger bleiben da nur die herrlichen Garnelen-Sidekicks Bill und Will (im Original von Brad Pitt und Matt Damon gesprochen). Als die heimlichen Stars des Films machen die beiden Freigeister einfach nur Spaß, ohne jedoch wirklich etwas zur Geschichte beizutragen. Denn nachdem sie sich von ihrem Schwarm getrennt haben, um die Weite des arktischen Ozeans zu erkunden, verfolgen sie als Subplot die geniale Idee von Plankton auf Fleisch umzusteigen und unter die Raubtiere zu gehen. Ob dieser gewagte Schritt der in der Nahrungskette sonst ganz unten stehenden Wirbellosen von Erfolg gekrönt ist und welches besondere Talent Mubles Sohn Erik in sich verborgen trägt, erfährst du am besten in der Begleitung von Kindern ab Donnerstag, den 01. Dezember im Kino deiner Wahl.