Gomez "Whatever’s On Your Mind"
 

Dreizehn Jahre nach dem Debütalbum “Bring It On” zeigen sich die Briten von Gomez der Welt mit neuen Melodien. Whatever’s On Your Mind reiht sich als Album Nummer 7 in die adrette Riege ein. Nach den vielen, vielen gemeinsamen Jahren breitet sich beängstigenderweise bei den einstigen Mercury Prize-Gewinnern ein abgestandener Geruch aus. Geht es mit „Options“ noch recht fluffig los, verliert die Band um Sänger Ian Ball Stück für Stück den Sprit. Selbst der annehmbare Song „Song In My Heart“ mit Ohrwurmcharakter kann nur wenig milde stimmen, ist er doch auch nur ein Indie-Liedchen unter vielen. Hier fehlt einfach was, aber Muffigkeit ist reichlich da! So bleibt nur noch zu sagen: uninspirierter Sound, schnödes Artwork und eine durchschnittliche Albumlänge, die sich wegen genannten Faktoren anfühlt wie alter Kaugummi, der aus unerfindlichen Gründen weiter und weiter gekaut wird. Da empfiehlt man doch lieber den Grillen und Fröschen in freier Natur zu lauschen – bringt einfach mehr.

 
155 Wörter von Hella, 315 Tage alt