Veröffentlichung:

10. November 2011

Extras:

Making-of

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Fremd Fischen

 
Heimkino 07. November 2011
 
Fremd Fischen
 

Auf immer und ewig

Nur Mann oder beste Freundin? Das ist wohl die Frage, die sich Anwältin Rachel (Ginnifer Goodwin, A Single Man) stellt als sie feststellt, dass ihr jahrelang unerreichbarer Schwarm Dex (Colin Egglesfield, Melrose Place) ihre Liebe erwidert. Sie würde sich nur allzu gern dem vollkommenen Glück hingeben, wäre da nicht der ungünstige Fakt, dass Dex bereits mit Darcy (Kate Hudson, Nine), der liebsten Freundin aus Kindertagen, verlobt ist und die Hochzeit nicht in weiter Ferne liegt.

Dies ist die Ausgangssituation der eigentlich ganz harmlos klingenden romantischen Komödie von dem Regisseur Luke Greenfield (The Girl Next Door), welche auf dem Roman von Emily Griffin basiert. Nur leider kommt es doch viel, viel härter. Denn wo die erste Hälfte noch mit niedlichen Sidekicks recht witzig daherkommt, blubbert der zweite Teil lustlos und trocken vor sich hin. Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht? Das ist die Frage, die bald niemanden mehr interessiert. Zu Beginn wird die Handlung von den großartig ausgewählten Nebendarstellern getragen, die ein ums andere Mal ein kurzes Auflachen ermöglichen. So ist da Rachels bester Freund Ethan (John Krasinski, Away We Go – Auf nach Irgendwo), der sich an den wilden Wochenenden in den Hamptons händeringend versucht von Claire (Ashley Williams, How I Met Your Mother) fern zu halten, die sich nach nur einer Nacht unsterblich in ihn verliebt hat. Dazwischen funkt zu guter Letzt noch der Sunnyboy Marcus (Steve Howey, Bride Wars – Beste Feindinnen), der einfach nichts anbrennen lassen kann. Und fertig ist eine äußerst illustre Runde. Jedoch lösen sich diese Erzählstränge immer mehr in Luft auf, was sehr schade ist, denn die Protagonisten haben bereits mehr als genug Zeit bekommen und man möchte fast wimmern – bitte, bitte keine weitere Folter!

Letzten Endes kann man sich bei Fremd Fischen auf eine Kate Hudson in biestiger Höchstform freuen (solche Qualitäten bewies sie schon in Durchschnittsfilmen wie Bride Wars – Beste Feindinnen, aber vielleicht demnächst auch mal was anderes?), viele strahlend weiße Zahnpartien und traumhaft schöne Strände, die den ermüdeten Zuschauer unwillkürlich den Wunsch verspüren lässt, eilig die sieben Sachen zu packen, das kalte Deutschland und im besonderen diesen Film nach der Hälfte der 112 Minuten hinter sich zu lassen.

 
363 Wörter von Hella, 194 Tage alt