Fraktus

Veröffentlichung  12. April 2013    Regie  Lars Jessen    Darsteller  Heinz Strunk  Rocko Schamoni  Jacques Palminger
Foto: Pandora Film Produktion
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Foto: Pandora Film Produktion

Das letzte Kapitel der Musikgeschichte

Der Musikmanager Roger Dettner (Devid Striesow, Drei) hat sich ein hohes Ziel gesetzt: er will die Band Fraktus zu einer Reunion überreden. Die Urväter des Techno verschwanden Mitte der 80er Jahre von der Bildfläche, nachdem bei einem Konzert-Brand ihr gesamtes Equipment sowie ihre Würde vernichtet wurde. Dettner kann sie aber tatsächlich alle ausfindig machen. Dickie Schubert (Rocko Schamoni) betreibt ein Internetcafé, Bernd Wand (Jacques Palminger) will gerade mit seinen Eltern als Mitmusiker erneut durchstarten und Torsten Bage (Heinz Strunk) hat es sich auf Ibiza als Eurodisco-Produzent gemütlich gemacht. Doch nach anfänglichem Herumgedruckse will das Trio schließlich den Neuanfang wagen. Nur müssen Fraktus nach einigen schwerwiegenden Problemmomenten wie dem Konzert beim Melt! Festival oder der Arbeit mit dem Erfolgsproduzenten Alex Christensen feststellen, dass sich ein Comeback komplizierter als gedacht gestaltet.

Comebacks stinken

Fraktus ist eine Fake-Dokumentation von Lars Jessen (er führte bereits bei der Romanverfilmung von Schamonis Dorfpunks Regie), die für rund anderthalb Stunden einfach nur gute Laune verbreitet. Wenn Westbam verschämt eingesteht, dass sein großer Hit Sonic Empire einem Stück von Fraktus nicht unähnlich ist, stellt sich das als mindestens genauso verkorkst komisch dar wie ein Rocko Schamoni alias Dickie Schubert mit schiefen gelben Zähnen, die zum Wegrennen sind. Studio Braun können also auch in einem gemeinsamen Spielfilm voll und ganz mit ihrem eigenwilligen Humor überzeugen.