Elysium

Veröffentlichung  15. August 2013    Regie  Neill Blomkamp    Darsteller  Matt Damon  Jodie Foster  Sharlto Copley  William Fichtner
Foto: Sony Pictures Releasing
 IMDb-Wertung
Foto: Sony Pictures Releasing

Ein düsterer Blick in die Zukunft

Seit er denken kann, träumt Max (Matt Damon, True Grit – Vergeltung) schon davon zu der reichen Gesellschaft auf der Raumstation Elysium zu gelangen. Wer dort lebt, ist im Jahr 2154, im Besonderen durch die hochentwickelten medizinischen Versorgungsmaßnahmen, äußerst privilegiert. Nach einem folgeschweren Unfall in der Fabrik, in welcher Max für einen Hungerlohn arbeitet, will er alle Hebel in Bewegung setzen, um endlich weg von der durch Missstände und Überbevölkerung gekennzeichneten Erde zu gelangen und die Luxus-Elite auf Elysium aufzurütteln. Es bricht ein Kampf um das blanke Überleben los als dieser eine furchtlose Mann versucht sich für Gerechtigkeit einzusetzen und es dabei wagt sich speziell gegen die Ministerin von Elysium, Delacourt (Jodie Foster, Der Gott des Gemetzels), zu stellen.

Mit dem 2009er Sci-Fi-Film District 9 gelang Regisseur und Drehbuchautor Neill Blomkamp ein Achtungserfolg. Er wusste es das Alien-Genre um aktuelle, sozialkritische Themen zu erweitern, sorgte damit für ein innovativ unterhaltsames Kino-Erlebnis und heimste zudem 4 Oscar-Nominierungen ein. Entsprechend atemlos erwartete man den zweiten Spielfilm von ihm. Elysium wird den Hoffnungen gerecht, dass Blomkamp bei einem gesellschaftskritischen Ansatz bleibt, wobei der 109-Minüter weitaus größer, weitschweifiger angelegt ist.

The most important thing to me is that the movie is entertaining, but I like to put a worthwhile story underneath, so it isn’t just pure popcorn. (Neill Blomkamp)

Denn der Hauptcharakter Max beginnt zunächst für sich zu kämpfen, um schließlich einzusehen, dass er mehr als nur sich selbst retten muss. So bietet der, angenehmerweise ohne 3D auskommende, Film neben klassischen Mann-gegen-Mann-Auseinandersetzungen ebenfalls spannungserzeugende Momente durch den Absturz von Raumschiffen, wie auch Drohnen-Angriffen und mörderische Roboter. Dies alles wird dem Zuschauer in schönster visueller Umsetzung dargeboten und auch Matt Damon gab sich große Mühe um dem epischen Szenario gerecht zu werden. Der Anfang 40-jährige trainierte täglich bis zu 4 Stunden, um seinen Körper in Form für den Action-Streifen zu bekommen und auch das soll sich gelohnt haben. Elysium ähnelt zwar Endzeitfilmen wie After Earth mit Will Smith oder auch Oblivion mit Tom Cruise (beide Filme starteten 2013 in den deutschen Kinos), aber kann sich durch seine gut gezeichneten Kontraste sowie einen außergewöhnlichen Mensch-Maschine-Protagonisten von dem zuvor Gesehenen gekonnt absetzen.