Udo (Krömer) ist Kaufhausdetektiv. Und dazu noch ein sehr guter. Denn niemand sieht ihn, er scheint für jedermann unsichtbar zu sein. Nur nicht für Jasmin (Haberlandt), denn die entdeckt den dreisten Kuchenklauer sofort. Nach dem ersten Schock über das Erkennen seiner Person, verliebt sich der kauzige Udo sogleich in die Frau, die ihn gar niederschlägt, um ihn fast im gleichen Atemzug zum Abendessen einzuladen. Doch solch ein blinder Fleck der Gesellschaft bringt so einige ungeahnte Problematiken in einer Beziehung mit sich. Zu Beginn führt es zu Irritationen, dass Jasmin scheinbar immer mit sich selbst spricht und niemand ihren neuen Freund sehen kann, zum anderen wird der scheue Udo mit der wachsenden Liebe plötzlich auch sichtbar für seine Umwelt. Ob das Besondere der Zwei all den lauernden Konflikten auf lange Sicht wirklich trotzen kann?
Eine Insel namens Udo ist nicht auf Klamauk aus, obwohl man dies im ersten Moment der ungewöhnlichen Wahl des männlichen Protagonisten vermuten könnte. Jedoch kann man Kurt Krömer ein gutes Händchen bescheinigen, mit welchem er seine Figur mit der richtigen Mischung aus Traurigkeit, Einzelgängertum und Witz zu beleben vermag. Hinzu kommt das Glück, das ihm eine solch einnehmende wie auch charismatische Mitstreiterin wie Fritzi Haberlandt zu seiner Seite steht. Somit ist Markus Sehr, der bisher nur bei Kurzfilmen Regie führte, eine durchaus unterhaltsame Geschichte gelungen. Diese kann in der ersten Hälfte der gerade mal 79 Minuten mit unzähligen, urkomischen Pointen aufwarten, die aber mit dem Weitergang der Story immer mehr abnehmen. Der kleine Wermutstropfen sollte aber mindestens für jeden eingefleischten Krömer-Fan verschmerzbar sein, da sich dieser samt Bart und Nacktszenen überaus für den Zuschauer verausgabt hat.