Wenn man weiß was die Franzosen für begnadet warmherzige Geschichten erzählen können, dann lautet die Antwort: viel. Der kleine Nick erfüllt nicht nur diese Voraussetzung, sondern auch die Herzen der Kinobesucher. Mit frischen Bildern und kräftigen Farben erleben wir die Abenteuer des kleinen Jungen mit dem roten Pullunder, der sich nur zu gern in seiner eigenen Fantasie verliert. Inmitten der 60er Jahre schafft Regisseur und Drehbuchautor Laurent Tirard ein Meer aus Erinnerungen. Mit dabei sind auch bekannte Gesichter des französichen Films wie Kad Merad, der bereits 2008 mit Willkommen bei den Sch’tis alle Kino-Rekorde einstellte.
Der kleine Nick führt ein glückliches Leben, bis er eines Tages ein Gespräch seiner Eltern belauscht. Fortan denkt er, dass seine Mutter schwanger ist und er bald wegen des neuen Kindes von seinen Eltern nicht mehr beachtet und – schlimmer noch – im Wald ausgesetzt werden wird. Mit Hilfe seiner Freunde versucht er diese schreckliche Zukunft abzuwenden.
Der kleine Nick ist ein Film für alle mit Herz. Ein tolles Gefühl die Welt mal wieder aus Kinderaugen zu sehen! Der Film hilft uns dabei Alltäglichkeiten aus der Perspektive unserer Kleinsten wahrzunehmen — teilweise so naiv und unbefangen, dass es fast danach schreit den Kindern zu sagen wie es wirklich ist. Aber das gefällt. Und so sind auch Schmunzler garantiert!
Wo das Filmplakat fast schon überartig daher kommt, ist der Film eine turbulente Spaßmaschine. Dafür sorgen die jungen Protagonisten, die tolle Charaktere formen und diese auch beherzt in Szene setzen.
Da es sich bei dem Film Der kleine Nick um eine Verfilmung nach Buchvorlage handelt, möchte ich hiermit auch noch auf die satirischen Vorlagen hinweisen. Die Kurzgeschichten rund um Nick und seine Jungs, die nicht wenige Buchbände füllen, findet man auf Amazon.