Der Hobbit: Smaugs Einöde

Veröffentlichung  13. November 2014    Regie  Peter Jackson    Darsteller  Martin Freeman  Richard Armitage  Ian McKellen
Foto: Warner Home Video Germany
 IMDb-Wertung
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Oscar-Preisträger Peter Jackson erlaubt es uns mit der Hobbit-Trilogie einige weitere Stunden in Mittelerde zu verbringen – 60 Jahre vor den Ereignissen aus Der Herr der Ringe. Und wir genießen jede Sekunde!

Der Mittelteil einer Trilogie hat es immer besonders schwer. Bei Der Hobbit: Smaugs Einöde ist das aber noch einmal eine ganz andere Geschichte, denn der Weg stellt sich für den Zuschauer als Ziel heraus. Nachdem Hobbit Bilbo (Martin Freeman, Sherlock), Zwergen-König Thorin (Richard Armitage, Captain America: The First Avenger) und seine Anhänger sowie Zauberer Gandalf (Ian McKellen, X-Men) das Nebelgebirge hinter sich lassen, haben sie ihr Ziel fest vor Augen: sie wollen nach Erebor um den Drachen Smaug (im Original gesprochen von Benedict Cumberbatch, Sherlock) zur Strecke zu bringen. Dieser beschützt den Arkenstein, den sie zur Vereinigung des Zwergen-Volkes unbedingt benötigen. Doch damit nicht genug, ihre Reise führt sie von einer Gefahrensituation in die nächste. Verfolgt von Orks, durchqueren sie den Düsterwald voller Riesen-Spinnen, machen Bekanntschaft mit den unfreundlichen Nachtelben und fallen Hals über Kopf in Seestadt ein. Aber das ist alles nichts im Vergleich zu ihrer Bekanntschaft mit dem hinterhältigen Drachen höchstpersönlich…

Wenn die Zuschauer den Film verlassen, denken sie nicht darüber nach, wie viele Zähne das Viech hat oder wie groß es ist. Die Stimme bleibt hängen, der Charakter. Smaug ist clever, und er sollte unberechenbar sein, paranoid. Er lässt Bilbo so lange am Leben, wie es ihm in den Kram passt. Er hat ein paar Jahrhunderte darauf gewartet, dass jemand in seiner Höhle vorbeischaut. Er wusste, dass jemand kommen würde, um das Gold zu holen. Er erwartet aber eine Armee, und dann steht da ein kleiner Hobbit. (Regisseur Peter Jackson im Interview mit der HAZ)

Am 13. November 2014 erschien Der Hobbit: Smaugs Einöde in der Extended Edition mit einer Laufzeit von 186 Minuten (Kinofassung war 161 Minuten), ausgestattet mit mehr als 9 Stunden Extras. Darunter der Audiokommentar von Regisseur Peter Jackson und eine mehrteilige Dokumentation, in welcher die Vorbereitungen der verschiedenen Filmabteilungen in den Monaten vor Drehstart, das Training und die Ausstattung der Sets auf Neuseeland gezeigt werden. Besonders spannend sind die Hintergründe, der für diesen Film konzipierten digitalen Effekte. Drache Smaug hat als Computer-Kreatur ganze Server-Landschaften bei den Effekt-Spezialisten von Weta Digital (erschufen jüngst die Welten Avatar – Aufbruch nach Pandora und den jüngsten Planet der Affen-Adaptionen zum Leben) für sich beansprucht. Und tatsächlich hat sich all der Aufwand gelohnt. Trotz dessen es sich um den Mittelteil einer Trilogie handelt, dessen Ausgang auf der Hand liegt, handelt es sich um eine mitreißende Reiseunternehmung in fantastische Welten. Das Highlight (neben dem eigenwillig wuseligen Humor) bleibt Drache Smaug. Seine Durchtriebenheit, sein zwiespältiger Charakter lassen die 186 Minuten Filmzeit deutlich kürzer erscheinen. Da kann man gar nicht anders als sich auf mehr Hobbit und Gefährten-Abenteuer zu freuen.

Hier findest du unsere Rezensionen zum ersten Hobbit-Teil Eine unerwartete Reise und dem dritten Teil Die Schlacht der fünf Heere.