John Wells kann für sein Regiedebüt eine äußerst attraktive Besetzungsliste vorweisen. Ben Affleck (Daredevil) schlüpft in die Rolle des Gewinnertypen Bobby Walker. Mit seinem stets verschmitzten Lächeln und einer Bilderbuchfamilie, die sich in einer entsprechend monströsen Villa plus Porsche in der Garage niedergelassen hat, ist er prädestiniert für einen Absturz der übelsten Sorte. Dachte er, er könnte nur noch befördert werden, wird er stattdessen bei dem Bostoner Schiffbauerunternehmen gefeuert. Weiterhin treten auch Tommy Lee Jones (Men In Black) und Chris Cooper (American Beauty) als hochrangiges Personal auf den Plan, die trotz der angeblichen Unantastbarkeit ihres Postens überraschenderweise gekündigt werden.
Auf sachliche Weise werden die Schicksale dreier Männer während der Wirtschafts- und Finanzkrise dargestellt. Sie alle sind zuerst ungläubig, fühlen sich schon bald überaus nutzlos – doch am Ende geht jeder anders mit der veränderten Situation um. Nachdem Phil Woodward (Cooper) also vollkommen resigniert und keinen Rettungsreifen für sich sieht, nimmt der gebeutelte Bobby Walker die rettende Hand seines Schwagers Jack Dolan (Kevin Costner, Der mit dem Wolf tanzt) an und macht sich nun als Zimmermann mit körperlich anstrengender Arbeit vertraut.
Trotz der niederdrückenden Thematik lässt Wells Raum für Hoffnungen. Das Paradebeispiel dafür ist der unerschütterliche Optimismus von Gene McClary (Jones), der trotz des Hagels von Niederschlägen nicht aufgibt zu kämpfen.
In America, we give our lives to our jobs. It’s time to take them back.
Das Arbeiterdrama bietet im Rahmen einer wirtschaftlichen Notlage Denkanstöße. Was ist das Wichtige im Leben? Was ist der Wert der eigenen Arbeit? Welches große Ziel sollte man sich setzen? Und gleichzeitig werden durch die feinfühlige Darstellung der Hauptakteure mögliche, in jedem Fall versöhnliche, Antworten präsentiert.