96 Hours – Taken 3

Veröffentlichung  29. Mai 2015    Regie  Olivier Megaton    Darsteller  Liam Neeson  Maggie Grace  Forest Whitaker
Foto: Universum Film
 IMDb-Wertung
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Vom Jäger zum Gejagten

Angelehnt an den 1993er-Klassiker Auf der Flucht mit Harrison Ford und Tommy Lee Jones in den Hauptrollen, nehmen uns Regisseur Olivier Megaton und Protagonist Liam Neeson mit auf die Suche nach dem Verantwortlichen eines hinterlistigen Komplotts.

In 96 Hours – Taken 3 ist der ehemalige Top-Agent Bryan Mills (Liam Neeson, Unknown Identity) auf der Flucht vor der Polizei. Tatort Los Angeles: alle Indizien deuten fälschlicherweise darauf hin, dass er seine Ex-Frau Lenore (Famke Janssen, X-Men) umgebracht hat. Doch wer wirklich hinter dem kaltblütigen Mord steckt, muss Mills erst Stück für Stück herausfinden. Nur seine Tocher Kim (Maggie Grace, Lockout) steht noch hinter ihm. Während Mills in das Fadenkreuz des hartnäckigen Polizeiinspektors Frank Dotzler (Forest Whitaker, Nicht auflegen!) gerät, bleiben ihm nur wenige Tage Zeit um den wahren Killer auszumachen und zur Rechenschaft zu ziehen.

Alles endet hier.

Mit 96 Hours – Taken 3 geht eine Trilogie zu Ende, die besonders beeindruckend anfing, in der Mitte stark schwächelte und sich nun irgendwo dazwischen ansiedelt (vergleichbarer Verlauf bei der Hangover-Trilogie). Das Finale von Regisseur Olivier Megaton (war auch für Teil 2 verantwortlich) versucht alles anders zu machen, ohne die eigenen Wurzeln zu verleugnen. Liam Neeson verkörpert fast archetypisch die angeschlagene Killermaschine mit großen Drang zur Gerechtigkeit. Schusswechsel, Explosionen und Unfälle – Kleinkram. Wie inzwischen in fast all seinen Filmen, schlägt Neeson dem Tod ein ums andere Mal ein Schnippchen. Was in 96 Hours – Taken 3 dabei besonders oft geschieht: dem Zuschauer wird eine brenzlige Situation gezeigt (Auto stürzt Fahrstuhlschacht hinunter – Boom, oder Auto stürzt Klippe hinab – Boom), die weder der Protagonist noch sonst jemand nur schwer überleben könnte. Doch eine Szene später sehen wir Mills schon wieder telefonieren und weitermachen. Was fehlt, ist die Sequenz, in der man sieht wie es ihm gelungen ist dem Unausweichlichen zu entgehen. Akzeptiert man, dass Mills unzerstörbar ist, bietet der Film eine äußerst spannende Schnitzeljagd mit einer aufregenden Wendung. Wenngleich es eine Stunde dauert bis der Film an Fahrt aufnimmt, so fesselt er den Zuschauer doch bis zum Schluss. Ein letzter Teil, der doch keiner sein möchte. Denn Achtung: wesentliche Handlungsstränge (wie etwa Tochter Kims Schwangerschaft) oder neu eingeführte Charaktere (wie der von Forest Whitaker verkörperte Detective) könnten die Macher womöglich zu mindestens einer weiteren Fortsetzung inspirieren. Heiter weiter!

Hier findest du unsere Rezension vom zweiten Taken-Teil.