13

Veröffentlichung  02. Juni 2011    Regie  Géla Babluani    Darsteller  Sam Riley  Jason Statham  Curtis Jackson  Mickey Rourke
Foto: Highlight Film
 IMDb-Wertung
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Vorhersehbarer war der Zufall noch nie

Sebastien (Sam Riley) gerät in eine Welt aus Glücksspiel und Gewalt, als er sich aus Geldnot in das größte Wagnis seines Lebens stürzt. Um seinem Vater eine dringend benötigte Operation bezahlen zu können, würde das junge Familienoberhaupt alles tun. Bei der Arbeit hört er dann zufällig ein Gespräch zweier Kleinkrimineller, bei dem es um einen mysteriösen Brief geht und darum an schnelles Geld zu kommen. Nach dem plötzlichen Drogentod des einen, übernimmt Sebastien einfach dessen Platz – ohne zu wissen worauf er sich einlässt oder was fortan alles auf dem Spiel steht.
Getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben für seine Familie, folgt er den Instruktionen bis zu einer geheimnisvollen Organisation, die ein tödliches Turnier veranstaltet. Als Kanditat eines reichen Mafiosi muss er nun selbst als Nummer 13 am Spiel teilnehmen. Ob ihm diese Zahl Glück bringen wird? Zur Belustigung der kriminellen Oberschicht stellen sich alle Teilnehmer im Kreis auf, beladen ihre Waffen mit einer Kugel und zielen auf den Hinterkopf des Vordermanns. Leuchtet die Lampe auf, wird abgedrückt. Runde um Runde dezimiert sich so die Kandidatenschar und die Wettgelder steigen in die Millionenbeträge – bis zum großen Finale. Im Grunde geht es für Sebastien nur noch darum möglichst lange zu überleben.

Der Inhalt lässt sich prima zusammenfassen ohne auch nur ein Wort über die vielen bekannten Gesichter zu verlieren. Auch mit von der Partie sind unter anderem Ray WinestoneCurtis Jackson alias 50 Cent mit einem kläglichen Schauspielversuch und die Actionschwergewichter Jason Statham und Mickey Rourke (bekannt aus The Expandables). Letzterer begründet sein Mitwirken mit “Des Geldes wegen” und sagt über den Film: “Er ist so schlecht, dass er nicht veröffentlicht werden kann.” Tatsächlich hat es das US-Remake des Thrillers 13 Tzameti nie ins Kino geschafft und kam bei uns direkt auf DVD heraus. Bei so viel negativer Grundstimmung gelingt es 13 kaum positive Akzente zu setzen. Es geht um den schnellen Tod und das Spiel um Geld, doch ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen: etwas mehr Zufall hätte einem Film rund um den Zufall sicherlich nicht geschadet. So verschwimmen eine gute Darstellung vom jungen Hauptdarsteller Sam Riley und die an sich spannende Story in einem Meer aus unbedeutenden und fehlbesetzten Nebendarstellern, die Dank ihrer Besetzung keine Zweifel an der Vorhersehbarkeit der Handlung offen lassen und somit die Story an die Wand fahren. Was nützt der nur mit einer Kugel beladene Revolver, wenn man 3 bekannten von 17 unbekannten Gesichtern sofort ansieht, dass das Glück wohl auf ihrer Seite sein wird, allein weil sie mitspielen. Das ist äußerst schade, offenbart die Geschichte im Laufe des Films doch ihre fiesen und abartigen Züge. Geld auf den möglichen Tod von Freiwilligen zu setzen, ist verabscheuenswürdig und wird zum Glück auch als solches stehen gelassen. Wenn also die Story im Grund gut ist und nur die Schauspieler zweifeln lassen, sollte man sich wohl lieber das unbefangenere französische Original ansehen, denn dort schafft es das Ensemble wirklich durchgehend zu überzeugen.

 

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Rubrik  Heimkino    Autor      Datum  12. Juni 2011    Worte  477
Permalink  http://www.farbensportlich.de/13-film/    Farbe  #843e20
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